Ministerpräsident Winfried Kretschmann isst Froschkutteln (Foto: dpa Bildfunk, Felix Kästle)

Das war der BW-Newsticker am Dienstag

BW-Newsticker am Morgen: Kretschmann beim Froschkuttelnessen, Bodensee: Vermisste tot aufgefunden, Fastnacht: 15 Verletzte nach Pfefferspray-Einsatz

Stand
AUTOR/IN
Berkan Cakir
SWR Aktuell-Redakteur Berkan Cakir (Foto: Privat)

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Berkan Cakir.

Tschüss!

Das war es mit dem BW-Newsticker für heute. Morgen versorgt euch hier Martin Heer mit dem Neuesten aus dem Land. Bis dahin findet ihr wie immer alle Nachrichten aus Baden-Württemberg auf SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, bei Instagram, Facebook und X, früher Twitter, und natürlich auch im Radio und TV. Macht's gut!

Blick über den BW-Tellerrand: Trump-Aussage sorgt für Diskussion

Kurz vor Ende des Tickers noch ein Blick nach Berlin in den Bundestag. Dort haben die Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zur NATO-Beistandspflicht eine Debatte entfacht. Die Stimmen, die nun mehr Geld für die Bundeswehr fordern, werden lauter. Der CDU-Verteidigungspolitiker und Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter aus Baden-Württemberg sprach sich in der Süddeutschen Zeitung für eine Verdreifachung des Bundeswehr-Sondervermögens aus. Auch SPD-Abgeordnete sehen Nachholbedarf bei den Verteidigungsausgaben.

Trump hatte auf einer Wahlkampfveranstaltung gesagt, dass er NATO-Verbündete nicht vor einer russischen Invasion schützen würde, wenn diese nicht genug für ihre eigene Verteidigung ausgäben. Der 77-Jährige will im November erneut bei den US-Präsidentschaftswahlen antreten.

Debatte über Bundeswehr-Stärkung Bundeswehr-Stärkung: Mehr Geld - und Aus für die Schuldenbremse?

Die Trump-Äußerung zur NATO-Beistandspflicht hat die Debatte über den deutschen Wehretat befeuert. Diskutiert wird über ein höheres Sondervermögen, die Stärkung der Rüstungsindust…

Bolzen abgebrochen: Keine Bahn zwischen Rottenburg und Horb

Derzeit fahren von Rottenburg nach Horb keine Züge mehr. Grund dafür ist, dass bei Bauarbeiten an der neuen Neckartalbrücke einige Bolzen abgebrochen sind. Diese sind für die Betonierung eines Brückenpfeilers notwendig. Die Bahnlinie, die neben der Brücke entlang führt, darf deshalb nun zur Sicherheit vorerst nicht befahren werden. Bauarbeiter stoppten die Arbeit sofort, nachdem sie das Problem bemerkt hatten. Wie lange die Sperrung dauert, ist noch unklar.

Horb

So lange bleibt Strecke gesperrt Zugverbindung Tübingen-Singen-Zürich: Kein Halt in Horb möglich

Die Züge von Tübingen nach Horb fahren momentan nur bis Eyach. Bei Arbeiten an der neuen Neckartalbrücke fiel auf, dass Bolzen abgebrochen sind - eine Gefahr für die Sicherheit.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Unbekannter versprüht Pfefferspray in Fastnachtszelt - 15 Leichtverletzte

Weil ein Unbekannter bei einer Fastnachtsveranstaltung Reizgas versprüht hat, ist in Denzlingen (Kreis Emmendingen) ein Festzelt geräumt worden. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, wurden auf dem Fest am Dienstagabend rund 15 Besucher leicht verletzt, sechs davon kamen ins Krankenhaus. Bei einer Durchsuchung der Halle sei eine Sprühdose mit Pfefferspray gefunden worden. Den Angaben zufolge waren zum Zeitpunkt des Vorfalls etwa 100 Menschen in dem Festzelt. Die Veranstaltung im Zelt musste anschließend abgebrochen werden. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Fischmarkt kommt früher nach Stuttgart

Fischmarkt-Fans aufgepasst: Der Hamburger Fischmarkt gastiert in diesem Jahr früher als sonst in Stuttgart. Grund ist laut Veranstalter die Fußball-Europameisterschaft, die am 14. Juni beginnt und bei der auch in der Landeshauptstadt Spiele ausgetragen werden. Der 35. Fischmarkt findet daher vom 23. Mai bis zum 2. Juni auf dem Karlsplatz statt.

Nahverkehr in Karlsruhe steht zwei Tage still

Heute und Morgen fahren in Karlsruhe keine Straßenbahnen und Busse. Mit einem zweitägigen Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) will die Gewerkschaft ver.di Druck auf die kommunalen Arbeitgeber in Baden-Württemberg ausüben. Die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr müssten dringend verbessert werden, argumentiert die Gewerkschaft. Das sei notwendig, um die Personalsituation in den Griff zu bekommen, also neue Mitarbeiter zu finden und die bestehende Belegschaft nicht zu überlasten. Ausgenommen vom Streik sind die Stadtbahnen, die als einzige noch durch die Stadt fahren.

Karlsruhe

Ausfälle auch am Donnerstag möglich Streik verlängert: Bahnen in Karlsruhe auch kommende Woche betroffen

Seit Dienstag standen in Karlsruhe wegen eines Warnstreiks Straßenbahnen und Busse still. Die Gewerkschaft ver.di hat den Streik in einer Werkstatt der Verkehrsbetriebe Karlsruhe verlängert.

SWR4 BW Konfetti-Radio SWR4 Baden-Württemberg

Tierheim Esslingen sucht neues Zuhause für 182 Sittiche

Das Tierheim Esslingen hat am Wochenende unerwarteten Zuwachs von 182 Sittichen bekommen - um genau zu sein sind es 150 Halsbandsittiche, 14 Nymphensittiche, 13 Prachtrosellas und fünf Wellensittiche. Sie alle wurden von der Tierrettung "Mittlerer Neckar" aus Aichwald (Landkreis Esslingen) aus privater Haltung beschlagnahmt. Die Vogelschar kann zwar erstmal im Tierheim bleiben, doch viel Platz ist dort nicht. Denn es "gleiche einer Herkulesaufgabe, Tag für Tag diese riesige Vogelschar zu füttern und die Räume zu reinigen", heißt es auf der Facebook-Seite des Tierheims, das auf der Suche nach einem neuen Zuhause für die Tiere ist.

🚨Weiterhin dringend neues Zuhause für Halsbandsittiche gesucht! Zunächst die erfreuliche Nachricht: Die Nymphen- und...Posted by Tierheim Esslingen on Monday, February 12, 2024

Schuss-Serie in Stuttgart: Polizei durchsucht Wohnung

Im Zusammenhang mit der Schuss-Serie in der Region Stuttgart hat die Polizei unter anderem die Wohnung eines 28-jährigen Tatverdächtigen aus Heilbronn durchsucht. Das hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart gestern mitgeteilt. Er soll gemeinsam mit einem 25-Jährigen eine Handgranate in den Raum Schorndorf transportiert und dort neben einer Bundesstraße versteckt haben. Beide Männer befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Ebenfalls im Visier der Ermittler war ein 29-Jähriger. Hintergrund waren die Schüsse, die eine unbekannte Person in Schorndorf-Weiler (Rems-Murr-Kreis) Ende Oktober abgegeben hatte. Auch seine Wohnung wurde vergangenen Freitag durchsucht. Der Mann sei aber wieder auf freiem Fuß.

Stuttgart

Durchsuchungen in Schwäbisch Gmünd und Heilbronn Schuss-Serie im Raum Stuttgart: Handgranate führt zu neuen Verdächtigen

Ermittler melden neue Erfolge in Zusammenhang mit der Schuss-Serie im Raum Stuttgart. Der Kreis der Verdächtigen weitet sich in den Raum Heilbronn und den Ostalbkreis.

SWR4 BW Konfetti-Radio SWR4 Baden-Württemberg

Wiener Festwochen: Absage für Currentzis und das SWR Symphonieorchester

Nach mehrfacher Kritik hat die Festivalleitung der Wiener Festwochen den Dirigenten Teodor Currentzis und sein SWR Symphonieorchester ausgeladen. Eigentlich sollte das Orchester bei den Festwochen am 12. Juni die Komposition "War Requiems" von Benjamin Britten aufführen. Die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, die am  2. Juni das Requiem "Babyn Yar" des ukrainischen Komponisten Jevhen Stankovych leiten wird, hatte sich jedoch ablehnend zur Currentzis Teilnahme geäußert. Currentzis, der auch die russische Staatsbürgerschaft besitzt, habe sich demnach nicht öffentlich vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine distanziert. "In den Gesprächen der letzten Tage hat sich herauskristallisiert, dass eine Präsentation beider Konzerte im Rahmen der Wiener Festwochen aktuell nicht machbar ist", teilte die Festivalleitung gestern mit.

Nach Konflikt um Ukraine-Krieg Wiener Festwochen: Currentzis und SWR Symphonieorchester ausgeladen

Die Wiener Festwochen haben Dirigent Teodor Currentzis und sein SWR Symphonieorchester ausgeladen. Der Grund: Currentzis habe sich nicht klar vom russischen Angriffskrieg distanziert.

Heilbronner Gefängnis wird wohl für 100 Millionen Euro saniert

Im August beginnt in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heilbronn die große Sanierung. Als erstes sind der sogenannte Stammbau in der Mitte und der Ostflügel dran. Davor müssen rund 90 Gefangene verlegt werden. Mitte 2027 sollen sie dann wieder nach Heilbronn zurückkehren. Das Heilbronner Gefängnis sei alt, eine Sanierung dringend nötig,  so Frank Berkenhoff vom Heilbronner Amt für Vermögen und Bau. Die Herausforderung sei groß, immerhin habe die JVA rund 30.000 Quadratmeter an nutzbarer Fläche. Berkenhoff schätzt die Kosten der Sanierung auf insgesamt 100 Millionen Euro.

Heilbronn

Fernwärme für JVA Heilbronn? Heilbronner Gefängnis wird für 100 Millionen Euro saniert

Im August beginnt in der JVA Heilbronn die große Sanierung. Davor müssen rund 90 Gefangene verlegt werden. Für den Austausch der Heizung gibt es mehrere Optionen.

Fasnet und Co.: Ein großer Stress für Hunde?

Auch wenn es den meisten Menschen Spaß macht: Für ihre vierbeinigen Freunde sind Fastnachtssumzüge mit Lärm und Gedränge oft eine Qual. Sonja Hoegen, Hundetrainerin aus Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn), erklärt, wie stressig Großveranstaltungen für Hunde sind:

Verkehrsnachrichten aus BW

Aktuell ist die Situation auf den Straßen in Baden-Württemberg ruhig. Auf der A8 Stuttgart in Richtung Karlsruhe gibt es einen zwei Kilometer langen Stau bei Pforzheim. Ungefähr im gleichen Bereich - nur in die entgegengesetzte Richtung - staut es sich auf rund einem Kilometer.

Die aktuellen Verkehrsmeldungen findet ihr jederzeit hier:

Das Wetter in BW am Dienstag

Am Fastnachtsdienstag können sich die Menschen in Baden-Württemberg auf meist trockenes Wetter einstellen. Noch am Morgen kann es im Bergland und im Süden vereinzelt zu Glätte und Frost kommen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Während sich im Norden die Wolken durchsetzen, scheint im Süden vielerorts die Sonne. Die Temperaturen reichen von fünf Grad im Bergland bis zwölf Grad am südlichen Oberrhein.

Mehr Infos zum Wetter gibt es im TV-Wetterbericht aus den SWR Aktuell Nachrichten von gestern Abend zum Nachschauen:

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Schopper für verpflichtenden Sprachtest vor Einschulung

"Ich will keine Kinder mehr einschulen, die nicht schulreif sind", sagte Kultusministerium Theresa Schopper (Grüne) gestern in einem Interview der "Südwest Presse". Damit spielt die Ministerin vor allem auf die teils schlechten Sprachfähigkeiten vieler Kinder vor der Einschulung an. Um künftig eine gezielte Sprachförderung für Kinder im Grundschulalter anbieten zu können, möchte Schopper verbindliche Sprachtests vor der Einschulung einführen. Wer diese nicht bestehe, soll nach Schoppers Vorstellungen in sogenannten Juniorklassen gezielt gefördert werden.

Massive Sprachprobleme bei Grundschülern BW-Kultusministerin Schopper für Sprachtest vor Einschulung

Kultusministerin Theresa Schopper möchte Kinder vor der Einschulung künftig auf ihre Sprachfähigkeiten testen. Wer demnach nicht schulreif ist, erhält spezielle Förderung.

Bad Wimpfen: Feuer bei der Feuerwehr - Fahrzeug brennt

Ein kurzer Anfahrtsweg für die Feuerwehr in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn): Am Montagabend hat ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes gebrannt, das auf dem Hof der Feuerwehr stand. Die Polizei geht davon aus, dass ein technischer Defekt der Auslöser war. Sie schätzt den Schaden auf rund 35.000 Euro.

Bei der Feuerwehr brennt ein DRK-Einsatzfahrzeug aus (Foto: Julian Buchner / EinsatzReport24)

Vermisste 34-Jährige tot am Bodensee-Ufer gefunden

Eine seit Anfang Januar vermisste Frau ist nach Polizeiangaben tot am Ufer des Bodensees bei Friedrichshafen gefunden worden. Die 34-Jährige sei am Freitag von der Wasserschutzpolizei geborgen worden, teilte die Polizei am Montagabend mit. Sie sei am Montagmorgen obduziert worden. Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod der Frau hätten die kriminalpolizeilichen Ermittlungen bislang nicht ergeben, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen laufen noch.

Friedrichshafen

Suchaktionen seit Anfang Januar Vermisste 34-Jährige aus Friedrichshafen tot am Bodenseeufer gefunden

Eine seit Anfang Januar vermisste 34-jährige Frau aus Friedrichshafen ist tot. Laut Polizei wurde ihre Leiche im Uferbereich des Bodensees nahe der Rotach gefunden.

Unbekannte verwüsten Gedenkstätte für Fahrradaktivisten

Unbekannte haben die Gedenkstätte für den bei einem Unfall gestorbenen Radaktivisten Andreas Mandalka verwüstet. Laut einer Mitteilung des ADFC Kreisverbands Pforzheim-Enzkreis wurde ein am Unfallort aufgestelltes "Ghostbike" umgeschmissen. Ein "Ghostbike" ist ein weiß gestrichenes Fahrrad, das als Mahnmal für im Straßenverkehr verunglückte Radfahrer dienen soll. Zudem seien Kränze, Grablichter sowie Erinnerungsstücke zerstört worden, hieß es. Man sei von dem Vorfall zutiefst erschüttert, so Martin Mäschke vom ADFC. Die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber dem SWR. Sie hat Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe eingeleitet.

Geschändete Gedenkstätte von Radaktivist Andreas Mandalka (Foto: Pressestelle, ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis)
Die Gedenkstätte sollte an den verunglückten Radaktivisten Andreas Mandalka erinnern.

Kabeldiebstahl: Zugverkehr zwischen Frankfurt-Stuttgart weiterhin gestört

Bahnreisende zwischen Frankfurt und Stuttgart müssen erneut geduldig sein: Noch bis Dienstagabend kommt es vor allem bei ICE-Verbindungen zu Verspätungen und Ausfällen auf der Strecke Frankfurt-Stuttgart. Grund dafür ist, dass Diebe erneut große Mengen an wichtigen Metallkabeln aus dem Schienennetz gestohlen haben. Bereits kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres hatten Metalldiebe zwischen Mannheim und Lampertheim mehr als zweieinhalb Kilometer Kabel der Leit- und Sicherheitstechnik durchtrennt und Kupferkabel gestohlen. Die Deutsche Bahn arbeite zwar zusammen mit den Sicherheitsbehörden an individuellen Sicherheitskonzepten, jedoch sei eine "flächendeckende und lückenlose Überwachung" des gesamten Streckennetzes nicht möglich, hieß es.

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Das war der Rosenmontag in BW

Ein kurzer Rückblick: Der Rosenmontag war auch in Baden-Württemberg ein Höhepunkt der Fastnacht. Tausende Närrinnen und Narren feierten ausgelassen. Der größte Umzug fand in Freiburg statt. Etwa 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer standen an der Strecke. In Rottweil bestaunten rund 15.000 Menschen die wilden Narrensprünge. In Assamstadt (Main-Tauber-Kreis) waren beim großen Rosenmontagsumzug mehrere Zehntausend Besucherinnen und Besucher unterwegs. Aber auch in Schömberg (Kreis Calw), in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen), Bad Waldsee und Wangen im Allgäu (beide Kreis Ravensburg) gab es Narrensprünge zu sehen. Bei der "Da-Bach-na-Fahrt" in Schramberg (Kreis Rottweil) fuhren die Narren vor einem begeisterten Publikum mit kreativ gestalteten Wasserfahrzeugen die Schiltach hinunter.

Fastnachtsdienstag in BW: Umzüge in mehreren Städten

Die Fastnacht geht auf die Zielgerade: Heute können Närrinnen und Narren im Land nochmal bei Umzügen, Narrensprüngen oder dem "Historischen Bräuteln" ausgelassen feiern, bevor dann am Aschermittwoch alles vorbei ist.

In Stuttgart beginnt der große Faschingsumzug um 14 Uhr. Mit fast 50 Gruppen, Guggenmusikerinnen und Guggenmusikern, Narrenzünften, Garden und Spielmannszügen ist es der größte Umzug in Baden-Württemberg. Rund 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden an der Strecke erwartet. Nach dem Ende auf dem Karlsplatz gibt es dort noch eine Abschlussparty. In Karlsruhe setzt sich der Zug mit 60 Zugnummern um 14:11 Uhr in Bewegung. Gegen 16:30 Uhr endet der Umzug, aber danach geht das Programm noch bis zum Abend weiter. Unter anderem wird der Rathausschlüssel zurückgegeben und die schönste Wagengruppe sowie die schönste Fußgruppe werden ausgezeichnet. In Heidelberg (Rhein-Neckar-Kreis) geht der Umzug ebenfalls um 14:11 Uhr los. Er endet auf dem Marktplatz mit einer "After-Umzugsparty".

Auch am letzten Tag der Fastnacht gibt es noch Narrensprünge zu sehen: Nach dem Umzug In Bühl (Kreis Rastatt), der um 14 Uhr startet, springen vier Bühler "Drotzer" beim Narrensprung von der kleinen Bogenbrücke in den Bühler Talbach hinunter. In Schömberg (Kreis Calw) erklingt um 10:02 Uhr das Narrenlied und um 11 Uhr gibt es den letzten "Bolanes", also den traditionellen Narrentanz. Das "Historische Bräuteln“ wird in Sigmaringen schon seit fast drei Jahrhunderten zelebriert. Ab 10 Uhr werden frisch Vermählte oder Hochzeitsjubilare auf einer Stange sitzend um den Rathausbrunnen getragen. In Wilflingen (Kreis Rottweil) wird um 14 Uhr der Strohbär durch den Ort getrieben. In Kiebingen startet am Nachmittag der "Umzug der Eierleser" mit einer Fasnetspredigt und in Rottenburg (alle Kreis Tübingen) steht die Taufe der "Jung-Ahlande" auf dem Programm.

Kretschmann beim Froschkuttelnessen - viel Diskussion im Vorfeld

In Riedlingen (Kreis Biberach) beginnt der Fastnachtsdienstag mit einem Frühstück für Hartgesottene: Die Narrenzunft Gole serviert um 8:45 Uhr die sogenannten Froschkutteln - also eigentlich Rinderinnereien. Die Zunft hat dabei mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hohen Besuch im Riedlinger Rathaus. Dort sei er allerdings privat und nicht in seiner Funktion als Ministerpräsident, wie die stellvertretende Regierungssprecherin erklärte. Frauen sind übrigens bei der Traditionsveranstaltung seit jeher ausgeschlossen. Auch Journalistinnen dürfen nicht in den Saal, um von der Veranstaltung zu berichten. Das hatte im Vorfeld für reichlich Diskussionen gesorgt.

Ein wichtige Tradition? Oder ein sinnloses Verbot, das sich gegen Frauen richtet? Dazu gibt es beim SWR zwei Meinungen:

Riedlingen

Pro und Contra Keine Frauen bei Froschkuttelnessen: Sinnloses Verbot oder wichtige Tradition?

Das Froschkuttelnessen in Riedlingen ist eine reine Männerveranstaltung. Frauen haben keinen Zutritt zum Saal - auch Journalistinnen nicht. Was spricht dafür und was dagegen?

18-Jährige im Kinzigtal aus Wohnung befreit

Nach tagelanger Suche hat die Polizei am Freitag im Kinzigtal (Ortenaukreis) eine mutmaßlich entführte 18-Jährige aus einer Wohnung befreit. Die Berlinerin war seit Dienstag vermisst worden. Der tatverdächtige 22-jährige Mann soll die Frau, die er aus einem Urlaub kannte, in ihrer Wohnung in Berlin besucht und anschließend verschleppt haben. In der Ortenau soll er sie mehrere Tage in einer Wohnung gefangen gehalten und vergewaltigt haben. Bereits am Samstag wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt. Die Polizei Offenburg und die Polizei Berlin arbeiten derweil an der Aufklärung des Falls.

Offenburg, Berlin

Tatverdächtiger festgenommen Entführt und vergewaltigt? Polizei befreit 18-Jährige im Kinzigtal

Ein Mann aus Lahr soll eine 18-Jährige in Berlin entführt und im Kinzigtal festgehalten und vergewaltigt haben. Nach tagelanger Suche hat die Polizei die Frau befreit.

Fastnacht: Motivwagen kippt um - Drei Leichtverletzte

Nach einem Fastnachtsumzug in Oppenau (Ortenaukreis) ist am Montagabend ein Motivwagen umgestürzt. Laut Angaben der Polizei wurden dabei drei Menschen leicht verletzt. Ein Erwachsener musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden, zwei Kinder erlitten kleinere Verletzungen, die keine medizinische Behandlung erforderten. Warum der Wagen umstürzte, ist noch unklar. Behörden untersuchen die Unfallursache.

Am Wochenende war bereits in Nannhausen (Rheinland-Pfalz) ein Karnevalswagen umgekippt. Sechs Menschen wurden dabei verletzt. Der Wagen war den Angaben zufolge zu schnell abgebogen, weshalb der Anhänger umstürzte.

Hinweis: Die Polizei Offenburg korrigierte im Laufe des vormittags Mitteilungen, der Unfall habe sich während des Umzuges ereignet. Aus Sicht der Polizei, ereignete sich der Unfall unabhängig vom Veranstaltungsgeschehen. Auch der Umzugsorganisator Martin Huber bestätigte dem SWR, dass sich die Narrenzunft aus Pforzheim zum Zeitpunkt des Unfalls bereits auf dem Heimweg befand. Wir haben den Eintrag entsprechend geändert.

Das wird heute wichtig

In Berlin wird heute die neue bundesweite Studie des Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz vorgestellt. Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) wird bei der Vorstellung der Ergebnisse der Studie mit dem Titel "Lauter Hass - leiser Rückzug" dabei sein.

Am heutigen Fastnachtsdienstag finden an mehreren Orten im Land große Festumzüge statt. So zum Beispiel in Stuttgart und in Karlsruhe. Außerdem wird in Riedlingen (Kreis Biberach) wieder Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zum traditionellen Froschkuttelnessen erwartet. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der Deutsche Journalistenverband kritisiert, dass bei Männerveranstaltungen selbst Reporterinnen nicht erlaubt sind. Das sei eine "erhebliche Einschränkung der Pressefreiheit".

Straßenbahnen und Busse in Karlsruhe stehen heute und morgen still. Ein zweitägiger Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) soll vor der nächsten Verhandlungsrunde um einen neuen Manteltarifvertrag Anfang März Druck auf die kommunalen Arbeitgeber in Baden-Württemberg machen. Der Warnstreik von ver.di hat auch Auswirkungen auf den großen Fastnachtsumzug. Die VBK raten ihren Fahrgästen, gegebenenfalls alternative Verkehrsmittel zu nutzen.

Guten Morgen!

Die Fastnachtssaison geht heute mit mehreren Veranstaltungen in Baden-Württemberg weiter. Neben einigen Umzügen schauen wir heute auch auf den Auftritt von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Riedlingen bei Biberach. Dort steht das traditionelle Froschkuttelnessen an, das in den vergangenen Tagen Kritik auf sich gezogen hat. Denn Frauen sind dort nicht erlaubt, auch keine Journalistinnen.

Mein Name ist Berkan Cakir und ich begleite euch bis 10 Uhr in den Tag - wie immer mit Nachrichten für das Land im Newsticker am Morgen für Baden-Württemberg.

Wenn euch unser Angebot gefällt oder ihr Fragen, Wünsche oder Kritik habt, schreibt mir gern eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR Aktuell-Redakteur Berkan Cakir (Foto: Privat)
SWR Aktuell-Redakteur Berkan Cakir

Der Ticker vom Montag zum Nachlesen

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Das war der BW-Newsticker am Montag ++ Bahnverkehr zwischen Frankfurt und Stuttgart gestört ++ Rosenmontag in BW ++ HSV trennt sich von Trainer Walter ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

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