Eine Pflegerin klebt auf der Intensivstation für Corona-Patienten vor dem Betreten der Covid-Intensivstation ihre Maske mit Klebeband ab.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Personalausfälle wegen Omikron

BW lockert Regeln für Corona-Quarantäne in kritischer Infrastruktur

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Beschäftigte der kritischen Infrastruktur sollen nicht mehr in Quarantäne müssen, wenn sie Kontaktperson von Corona-Infizierten sind. Am Montag soll die Regel in Kraft treten.

Das Land Baden-Württemberg will die Quarantäne-Regeln für Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur in der kommenden Woche lockern. Dann sollen Beschäftigte der kritischen Infrastruktur nicht mehr in Quarantäne müssen, wenn sie Kontaktperson von Corona-Infizierten sind. Zur kritischen Infrastruktur zählen das Gesundheitswesen, Versorgungseinrichtungen und die Sicherheitsbehörden.

Das Staatsministerium hat dem SWR bestätigt, dass Menschen auf Schlüsselpositionen zurückgeholt werden können, auch wenn sie als enge Kontaktpersonen oder Haushaltsangehörige von Corona-Infizierten eigentlich in Quarantäne bleiben müssten. Sie selbst dürfen aber nicht infiziert sein. "Krankenhäuser, Pflegeheime und weitere wichtige Strukturen müssen handlungsfähig bleiben", so Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) über die Lockerungen. Auch Innenminister Thomas Strobl (CDU) äußerte sich: "Wir müssen dafür sorgen, dass wir den Druck der Omikron-Welle für kritische Infrastrukturen bestmöglich abfedern."

Personalausfälle wegen Corona-Variante Omikron

Absondern müssen sich im Fall einer Corona-Infektion im engeren Umfeld aber schon jetzt nur ungeimpfte Beschäftigte oder solche, deren zweite Impfung schon länger als drei Monate her ist. Die Änderung der Corona-Verordnung Absonderung ist an diesem Freitag verkündet worden und soll am Montag in Kraft treten. Hintergrund für die Maßnahme ist die Sorge, dass etwa Krankenhäuser, Pflegeheime oder Strom- oder Wasserversorger wegen der schnellen Ausbreitung der Omikron-Virusvariante in personelle Engpässe kommen könnten.

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Das BW-Sozialministerium hat eine Anhörung zu möglichen Lockerungen auf Montag (14.2.) vorgezogen. Kanzler Scholz kündigt an, am Mittwoch (16.2.) über Öffnungsschritte sprechen zu wollen.

Weitere Corona-Lockerungen in Aussicht

Auch in anderen Bereichen könnte es bald zu Lockerungen kommen. Das Sozialministerium von Baden-Württemberg hat eine Anhörung zu möglichen weiteren Öffnungsschritten auf Montag vorgezogen. Wenn die Kapazitäten auf den Krankenhausstationen ausreichend sind, soll das bestehende Stufensystem verstärkt an die Omikron-Virusvariante angepasst werden. Durch die Verschiebung der Schalte mit Epidemiologen und Klinik-Vertretern könnten die Ergebnisse der Anhörung bereits bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch (16.2.) eine Rolle spielen.

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SWR