Coronavirus und Antikörper (Foto: IMAGO, imago images / Science Photo)

Kampf gegen Pandemie geht weiter

BW: Corona-Zahlen steigen erneut an - mehr Intensivbetten belegt

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Baden-Württemberg ist laut Gesundheitsministerium mitten in der vierten Corona-Welle. Die Entwicklung der Infektionszahlen bestätigt das.

In Baden-Württemberg steigen relevante Werte zum Coronavirus-Infektionsgeschehen weiter an. So registrieren die Behörden aktuell (Stand: 16 Uhr) 131 Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen, 15 mehr als noch am Vortag. Zwölf weitere Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben (gesamt: 10.493).

Wichtige Vergleichswerte klettern

Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 2,43 (Vortag: 2,41). Auch die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter und beträgt laut Landesgesundheitsamt aktuell 83,7 (Vortag: 81,8).

Vor allem Ungeimpfte sind betroffen

Insbesondere Menschen ohne vollständigen oder unbekannten Impfschutz infizieren sich - der Sieben-Tage-Inzidenzwert für die Personengruppe wird mit 185,9 (Vortag: 180,8) angegeben. Bei Personen mit einer abgeschlossenen Impfserie beträgt der Wert laut Behörde 15,1 (Vortag: 15,0). Der Anteil der Infizierten unter 20 Jahren steigt dabei weiter an. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes entfielen von den insgesamt 9.048 Covid 19-Fällen in der vergangenen Woche 1.174 auf geimpfte Personen. Bei 7.874 Personen handelte es sich um Nicht-Geimpfte oder Personen mit unklarem Impfstatus.

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BW-Landesregierung höchst besorgt

"Die Lage ist ernst. Wir müssen jetzt alles daransetzen, dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten", sagte Staatssekretärin Dr. Ute Leidig (Grüne) in Stuttgart. "Wenn unsere Intensivstationen voll sind, müssen wir schwer kranke Menschen abweisen - ein solches Szenario müssen wir unbedingt verhindern. Der wirksamste Schutz dagegen ist das Impfen."

"Alle, die jetzt noch nicht geimpft ist, sollten sich mit diesem Thema beschäftigen."

Die Staatssekretärin betonte weiter, auch die anderen etablierten Vorsichts- und Hygienemaßnahmen - wie das Tragen der Maske - seien vor diesem Hintergrund weiterhin dringend notwendig.

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