Ein Mädchen bei seiner ersten Corona-Impfung in Wien (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com | ROLAND SCHLAGER)

2,4 Millionen Dosen Impfstoff für fünf- bis elfjährige

Zulassung erwartet: BW bereitet sich auf Kinder-Impfungen vor

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Bundesgesundheitsminister Spahn rechnet Ende dieser Woche mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes für Kinder von fünf bis 11 Jahren. Das Land bereitet sich auf die Impfungen vor.

In Deutschland sollen nach Angaben des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) im Dezember 2,4 Millionen Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs für Kinder ab fünf Jahren zur Verfügung stehen. Die Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde wahrscheinlich Ende dieser Woche erfolgen, sagte Spahn am Montag in Berlin.

Erste Lieferung am 20. Dezember erwartet

Die gesamte Europäische Union (EU) erhalte die erste Lieferung am 20. Dezember. Deutschland erhalte "auf einen Schlag" 2,4 Millionen Dosen für die Fünf- bis Elf-Jährigen, so Spahn. Angesichts von 4,5 Millionen Kindern dieser Altersgruppe werde wohl ein großer Teil der anfänglichen Nachfrage bedient werden können. Weitere Lieferungen seien in den ersten Monaten des neuen Jahres zu erwarten. Da Kinder eine andere Dosierung benötigten, seien auch eine andere Abfüllung und ein anderer Vorlauf für den Kinderimpfstoff nötig, erläuterte der Gesundheitsminister.

Noch keine offizielle STIKO-Empfehlung

Spahn verwies auch darauf, dass nach einer Zulassung auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) allen Fünf- bis Elfjährigen die Impfung ermöglicht werden solle. Bislang sind in der EU keine Corona-Impfstoffe zugelassen, mit denen Kinder jünger als zwölf Jahre geimpft werden dürfen.

Die STIKO empfiehlt bisher bereits allen Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus. Zuvor hatte die Kommision die Impfung nur für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen oder in Familien mit besonders gefährdeten Personen empfohlen. Mittlerweile seien Kinder und Jugendliche aber gefährdeter, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Grund dafür sei die Delta-Variante des Virus, die mittlerweile in Deutschland stark verbreitet ist.

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In Baden-Württemberg laufen derweil die ersten Vorbereitungen für die Impfung von Kindern. Das Land sei dazu bereits im Gespräch mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mit. Die Landesregierung rechnet derzeit ebenfalls damit, dass in der zweiten Dezemberhälfte die ersten Impfungen angeboten werden können.

Eltern geteilter Meinung über Corona-Impfung von Kindern

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen für Kinder sei schwer einzuschätzen, hieß es. Das Ministerium bekomme sowohl Anfragen von Eltern, die sich für eine Impfung auch ohne europäische Zulassung aussprächen, als auch viele Beschwerden und Ablehnung gegenüber einer Impfung für Kinder.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in Baden-Württemberg etwa 1.120 Kinderärztinnen und Kinderärzte in der ambulanten Versorgung, davon seien etwa 120 an Kliniken tätig. Inwieweit sich die Kinderarztpraxen an der Impfkampagne beteiligen, soll nun geklärt werden. Zudem prüfe man, ob Kinder auch die mobilen Angebote der Impfteams in Anspruch nehmen können.

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