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Bund und Länder haben am Mittwoch über weitere Corona-Maßnahmen beraten. Ministerpräsident Kretschmann zeigte sich am späten Abend zufrieden über die erneut verschärften Regelungen.

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Die strengen Beschränkungen für persönliche Kontakte werden im Kampf gegen die Corona-Pandemie noch einmal für mehrere Wochen verschärft, dafür aber dann über Weihnachten gelockert. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch nach mehrstündigen Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Kretschmann einverstanden mit Corona-Beschlüssen

Nach den Verhandlungen sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): "Wir haben uns in allen wesentlichen Punkten einigen können. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden." Die Gespräche haben sich lange in den Abend gezogen, auch nach nach fünf Stunden Beratung waren zunächst noch einige Punkte strittig. "Man muss die Sachen schon sehr sorgfältig durchsprechen, damit nicht unerwartete Nebenwirkungen kommen, die man nicht bedacht hat", sagte Kretschmann im SWR-Interview. Deshalb habe die Konferenz auch so lange gedauert. Laut Kretschmann war es schwer, sich in einigen Punkten zu einigen.

Kritische Punkte waren nach Angaben des Ministerpräsidenten unter anderem die Corona-Maßnahmen für die Schulen. "Da haben wir uns jetzt geeinigt, dass wir bei einer sehr sehr hohen Inzidenz, zum Beispiel auch Wechselunterricht einführen." Die Maßnahme greift bei einer Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Eine weitere Regelung die laut Kretschmann verschärft werden soll, sind die Kontaktbeschränkungen: "Die werden noch mal verschärft. Und zwar: Zwei Haushalte und maximal fünf Personen sind erlaubt", erklärte der Grünen-Politiker am Mittwochabend. Auch die Maskenpflicht soll weiter verschärft werden, wie genau, hat Kretschmann am Abend nicht weiter ausgeführt.

Weihnachten soll gefeiert werden können

Ausnahmen gelten laut Kretschmann für die Weihnachtsfeiertage, hier soll es Lockerungen geben. Familienangehörige oder auch enge Freunde könnten mit bis zu zehn Personen zusammenkommen, sagte Kretschmann. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Wie lange diese Lockerungen gelten sollen, müsse noch entschieden werden. Kretschmann nannte als möglichen Zeitraum den 23. bis 27. Dezember.

Am Donnerstag ab 10:00 Uhr befasst sich der baden-württembergische Landtag in einer Sondersitzung mit der Corona-Lage. Dann will auch Kretschmann in einer Regierungsansprache ausführlicher über die Ergebnisse der Beratungen berichten.

Wie lange die vereinbarten Maßnahmen in Baden-Württemberg gelten sollen, müsse auf Landesebene noch besprochen werden, so Kretschmann. Nach bisherigen Informationen sind folgende Corona-Maßnahmen in Deutschland geplant:

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