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Seit Restaurants und Gaststätten wieder geöffnet sind, müssen Gäste dort Kontaktdaten angeben. Nach vier Wochen müssen die Betriebe diese vernichten. Einfach zerreißen reicht nicht, warnt der Landesdatenschützer.

Dass Gäste in der Corona-Krise ihre Kontaktdaten zum Beispiel beim Restaurantbesuch angeben müssen, hält Landesdatenschutzbeauftragter Stefan Brink für sinnvoll. Das sei nötig, um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen. Ist ein Gast infiziert, können die Gesundheitsämter nur so Kontaktpersonen finden und informieren.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Daten müssen getrennt erhoben werden

Berufsbedingt am Herzen liegt Brink aber der datenschutzkonforme Umgang mit den Informationen: Nicht zulässig sei zum Beispiel, wenn Kontaktdaten anderer für Gäste einsehbar sind. "Es geht die Gäste schlicht und ergreifend nichts an, wer vorher sonst noch im Lokal war", konstatiert der Landesdatenschutzbeauftragte. Die Daten müssten daher getrennt erhoben werden, so Brink, zum Beispiel auf einzelnen Blättern.

Stefan Brink (Foto: SWR)
Der Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink. (Archiv)

Außerdem müssen die Informationen nach vier Wochen vernichtet werden. Sie einfach nur zu zerreißen und in den Papierkorb werfen reicht da nicht. Dafür sei ein Aktenvernichter notwendig. Für Betriebe, die keinen besitzen, sucht der Landesdatenschutzbeauftragte derzeit noch nach einer Lösung. Er könne sich vorstellen, dass die Industrie- und Handelskammern das Vernichten der Daten übernehmen könnten, sagte Brink dem SWR.

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