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Der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink hat Schulen aufgefordert, im digitalen Unterricht auf das Programm Zoom zu verzichten. Er warnte vor schweren Sicherheitslücken.

Sollte Zoom dennoch zum Einsatz kommen, könnten in der Folge auch rechtliche Verwarnungen oder Untersagungen ausgesprochen werden, sagte Brink am Mittwoch in Stuttgart. Seine Behörde behalte sich auch vor, mit stichprobenartigen Prüfungen den Unterrichtsablauf zu kontrollieren.

Dr. Stefan Brink, Datenschutz, SWR1 Leute am 27.04.2020 (Foto: LfDI BW, Kristina Schäfer)
Der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink hat die Schulen im Land aufgefordert das Programm Zoom nicht mehr zu nutzen. LfDI BW, Kristina Schäfer


Große Sicherheitslücke bei Nutzung von Zoom

Laut dem Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit ist Zoom insbesondere als Desktop-Version durch eine Reihe schwerer Sicherheits- und Datenschutzlücken in die Kritik geraten. Zudem lasse die unnötige Erhebung und Verwertung von Nutzerdaten durch das US-amerikanische Programm vermuten, dass diese auch zum Nachteil der Schüler verwendet würden, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Pornografische Bilder an Freiburger Schule

In der vergangenen Woche waren während einer Video-Schulstunde mit Zoom an einer Freiburger Schule pornografische Bilder eingespielt worden. Brink zufolge sollen Schulen und Lehrer während der Corona-Krise die vom Land zur Verfügung gestellte datenschutzfreundliche Lernplattform Moodle sowie das Videokonferenzsystem BigblueButton benutzen. Außerdem könne der Sofortnachrichtendienst Threema Work verwendt werden, den das Kultusministerium allen Lehrern kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Im Gegensatz zum populären US-Messenger WhatsApp sei dieser datenschutzkonform.

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