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Die baden-württembergische Wirtschaft hat sich erleichtert über den Abschluss eines Handelsabkommens zwischen der EU und Großbritannien gezeigt. "Ein Grund zum Jubeln besteht dennoch nicht wirklich, denn der Handel mit Gütern und Dienstleistungen über den Kanal wird im neuen Jahr für unsere Mitgliedsunternehmen um einiges schwieriger und teurer", sagte Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart. Der Brexit zu einer neuen Grenze in Europa und die Notwendigkeit der Warenabfertigung bei der Ein- und Ausfuhr bliebe auch mit Abkommen unverändert bestehen. Schmalzl sagte am Montag, Verzögerungen im Warenfluss seien programmiert. "Außerdem muss beachtet werden, dass die Zölle nur für Waren mit EU-Ursprung beziehungsweise für Ursprung im Vereinigten Königreich entfallen." London und Brüssel hatten am Heiligabend einen Durchbruch bei den Gesprächen über einen gemeinsamen Handelspakt für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase verkündet.

Grünes Licht trotz Zeitmangels Brexit-Handelsabkommen: Bundesregierung und EU-Botschafter sagen Ja

Die Zeit für die Ratifizierung des Abkommens im Anschluss an den Brexit reicht nicht mehr aus - am 1. Januar soll es vorläufig in Kraft treten. Zwei eher kleine Hürden hat es heute genommen.  mehr...

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg Wirtschaftsministerin erleichtert über Handelspakt mit Großbritannien

Nachdem nach langem Hin und Her ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien geschlossen wurde, zeigte sich Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sehr erleichtert: "Nach mehr als vier Jahren der Unsicherheit ist das im Interesse unserer exportorientierten Unternehmen und der Arbeitsplätze im Land ein sehr wichtiger Meilenstein für die zukünftigen Handelsbeziehungen. Die Gefahr, dass kein Abkommen zustande komme, sei groß gewesen und hätte erhebliche Konsequenzen für die Wirtschaft gehabt. Das Vereinigte Königreich sei einer der wichtigsten Handelspartner für Baden-Württemberg und daran habe auch der Brexit nichts geändert, so die Ministerin weiter. Zwar werde der Handel mit Großbritannien bürokratischer, Exporte jedoch bleiben weiterhin zollfrei möglich. Im Februar 2020 hat das Wirtschaftsministerium zusammen mit dem britischen Generalkonsulat die gemeinsame Wirtschafts-Partnerschaftsinitiative "Economic Partnership Initiative" gegründet, um eine enge und langfristige Wirtschaftspartnerschaft auch über den Brexit hinaus zu schaffen.  mehr...

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