Ein Windrad steht im Wald hinter gefällten Baumstämmen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg (Archiv))

Ehrgeizige Ziele - langsames Tempo

Branche fordert schnelleren Ausbau der Windenergie in BW

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Der Bundesverband Windenergie hat die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen aufgefordert, deutlich mehr für den Ausbau der Windkraft zu tun.

Der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers, sagte am Donnerstag, die drei Länder hätten 2021 gemeinsam nur 7,4 Prozent zum Ausbau beigetragen. Fast drei Viertel der neu installierten Leistung entfiel demnach auf die Bundesländer im Norden. Spitzenreiter mit jeweils 104 neuen Anlagen waren Brandenburg und Niedersachsen. Um die Klimaziele zu erreichen, würden aber alle Bundesländer benötigt, so Albers.

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In Baden-Württemberg kamen laut dem Verband im vergangenen Jahr 28 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von 4.082 Kilowatt hinzu. Bundesweit waren es demnach 484 Anlagen. Gleichzeitig wurden aber auch alte Anlagen stillgelegt, sodass jetzt 1.692 Megawatt mehr mit Wind erzeugt werden als 2020. Baden-Württemberg hat daran einen Anteil von nur vier Megawatt, also gut 0,2 Prozent.

BW-Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) ist sich bewusst, dass das immer noch zu wenig sei, um spürbar CO2-Emissionen einzusparen: "Wir brauchen vor allem Flächen für den Ausbau. Es ist deshalb ein starkes Signal, dass die Bundesregierung zwei Prozent der Flächen für die Windenergie bereitstellen will."

Windräder stehen im Koalitionsvertrag von Grün-Schwarz

Die baden-württembergische Landesregierung hat sich vorgenommen, bis 2026 tausend neue Windräder zu bauen. So steht's im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU. Damit das schneller gehen kann, soll auch die Bürokratie vereinfacht werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will die Planungszeit von derzeit sieben Jahren halbieren, die CDU fordert sogar, dass nur ein Jahr vergehen sollte von der Idee bis zur Fertigstellung eines Windrades. Spätestens an Ostern will die Koalition ihre Pläne dazu vorlegen.

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