Viele Notrufe besonders in der Ortenau

Brände und Verletzung durch Feuerwerk: Rettungseinsätze zu Silvester in BW

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Trotz des bundesweiten Verkaufsverbots für Feuerwerk hat es in Baden-Württemberg an Silvester einige Einsätze der Rettungskräfte wegen Bränden oder Verletzungen gegeben.

Zum Jahreswechsel musste die Feuerwehr in der Ortenau nach Angaben des Polizeipräsidiums Offenburg besonders oft ausrücken. Demnach gingen rund 260 Notrufe ein, was zu etwa 200 Einsätzen geführt habe. Insbesondere in den Stunden nach Mitternacht wurden mehrere Kleinbrände gemeldet, die von örtlichen Feuerwehren schnell gelöscht werden konnten. Auslöser soll meist Silvesterfeuerwerk gewesen sein.

Brennende Hecken und Büsche in Ludwigsburg

In Ludwigsburg gerieten vereinzelt Hecken und Büsche durch Böller oder Raketen in Brand, in Heilbronn ein Kleidercontainer. In Freiburg konnte die Feuerwehr nach eigenen Angaben am frühen Morgen wegen der ruhigen Lage einige Kräfte vorzeitig nach Hause schicken. Auch die Feuerwehren in Karlsruhe und Stuttgart sprachen von einem überschaubaren Jahreswechsel.

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Schwere Verletzung im Kreis Göppingen

In Zell unter Aichelberg im Kreis Göppingen ist ein Mann in der Silvesternacht durch einen Böller schwer verletzt worden. Der 31-Jährige hielt den Böller in der Hand, als dieser explodierte, wie eine Sprecherin der Polizei am Samstag mitteilte. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Unbewohntes Haus im Kreis Göppingen in Flammen - 150 000 Euro Schaden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/visualmediadesign | Harald A.)
In Zell unter Aichelberg geriet in der Silvesternacht ein unbewohntes Haus in Brand. picture alliance/dpa/visualmediadesign | Harald A.

Ebenfalls in Zell unter Aichelberg geriet in der Silvesternacht ein unbewohntes Haus in Brand. Dabei entstand nach Polizeiangaben hoher Schaden, Menschen wurden nicht verletzt. Zwei Menschen wurden vorsorglich aus einem angrenzenden Wohnhaus in Sicherheit gebracht. Zunächst war den Angaben zufolge eine Rakete, die ein Mann gezündet hatte, in dem unbewohnten Haus gelandet und hatte einen Brand ausgelöst. Die Feuerwehr konnte diesen löschen und rückte ab.

Später in der Nacht zum Samstag stand das Haus erneut in Flammen. Auch diesmal konnte die Feuerwehr den Brand löschen. Der Schaden beträgt laut Polizei rund 150.000 Euro. Wie es zum zweiten Brand kam, war zunächst unklar.

Deutschlandweites Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper

Wie schon 2020 galt deutschlandweit ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper und Böller. Der Deutsche Feuerwehrverband war deshalb bereits im Vorfeld von deutlich weniger Notfällen ausgegangen. Das Verkaufsverbot sei "sehr hilfreich für die Arbeit der Feuerwehr", da es, wie die Erfahrung zum Jahreswechsel 2020/2021 zeige, zu einer erheblichen Entlastung bei den Einsatzzahlen führen werde. Das hatte Verbandspräsident Karl-Heinz Banse den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" gesagt.

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SWR