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Bosch hat ein Analysegerät für einen Schnelltest der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 entwickelt. Eine Diagnose soll in zweieinhalb Stunden vorliegen.

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Bosch Healthcare Solutions bringt einen Schnelltest für die Lungenkrankheit Covid-19 auf den Markt. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Mit Hilfe des Geräts soll die Lungenkrankheit, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst wird, innerhalb von zweieinhalb Stunden diagnostiziert werden können.

Covid-19-Schnelltest kann in Krankenhäusern eingesetzt werden

Die Gesundheits-Tochterfirma von Bosch hat das Analysegerät mit dem Namen "Vivalytic" zusammen mit dem nordirischen Medizintechnik-Unternehmen Randox Laboratories Ltd. entwickelt. Nach eigenen Angaben handelt es sich dabei um einen der weltweit ersten vollautomatisierten, molekulardiagnostischen Tests.

Der Test könne direkt am Ort, also in Krankenhäusern oder Arztpraxen, durchgeführt werden. Dadurch entfallen Transportwege und mit dem Coronavirus infizierte Patienten könnten so schneller isoliert werden. Bisherige Tests benötigen in der Regel rund zwei Tage, bis sie ein Ergebnis liefern. "Im Kampf gegen das Coronavirus ist Zeit einer der entscheidenden Faktoren. Eine zuverlässige, schnelle Diagnose direkt vor Ort ohne Umwege - das ist der große Vorteil unserer Lösung", so Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung.

Analysegerät kann auch andere Atemwegserkrankungen diagnostizieren

Das Analysegerät kann nach Unternehmensangaben neben der Atemwegserkrankung Covid-19 auch zehn weitere Krankheiten diagnostizieren. So könne auch untersucht werden, ob der Patient an Influenza A oder B erkrankt sei. Insgesamt können zehn Atemwegserkrankungen diagnostiziert werden.

Der neu entwickelte Test werde ab April in Deutschland erhältlich sein. Anschließend soll der Schnelltest auch außerhalb Deutschlands auf den Markt gebracht werden.

Genauigkeit des Covid-19-Schnelltests liegt bei 95 Prozent

Nach Angaben von Bosch liege die Genauigkeit des Covid-19-Schnelltest-Analysegeräts "Vivalytic" bei über 95 Prozent und erfülle damit die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geforderten Qualitätsstandards.

Zur Untersuchung wird dem Patienten ein Abstrich aus der Nase oder dem Rachen genommen. Anschließend wird die Abstrich-Kartusche, die bereits sämtliche für den Test erforderliche Reagenzien enthält, für die Analyse in das Gerät gesteckt. Mit einem Gerät könnten am Tag zehn Tests durchgeführt werden. Die Handhabung sei einfach, sodass keine Zusatzausbildung des Personals nötig sei, so Bosch.

Eine Testkartusche soll einen zweistelligen Eurobetrag kosten. Der Preis des Analysegeräts liege "auf dem Niveau der Konkurrenz".

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