Menschen betrachten den BMW iX Flow Prototyp am BMW Stand während der CES Tech Show in Las Vegas.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Joe Buglewicz)

Münchener schafften 200.000 Autos mehr

Bilanz 2021: BMW stößt Daimler vom Verkaufszahlen-Thron

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Die Verkaufszahlen von Daimer waren 2021 zu schwach, um der weltweit erfolgreichste Premiumhersteller zu bleiben. Merdedes wurde zum ersten Mal seit Jahren von BMW überholt.

Der Autobauer Daimler hat von Oktober bis Dezember 2021 ein Viertel weniger Autos als im Vorquartal ausgeliefert – knapp 465.000. Wie der Konzern mitteilte, lag das unter anderem am Rohstoffmangel.

Auch mit der Jahresbilanz für 2021 ist Daimler wohl kaum zufrieden: Gut zwei Millionen Autos der Marke Mercedes-Benz hat das Unternehmen verkauft. Fünf Prozent weniger als im Jahr davor. Sogar auf dem wichtigen Markt China gab es ein Minus von zwei Prozent.

Autobauer vom Chipmangel betroffen

Mit diesen Verkaufszahlen ist Daimler nicht mehr der weltweit erfolgreichste Premiumhersteller. Mercedes wurde zum ersten Mal seit Jahren vom Erzrivalen BMW überholt: Die Münchener brachten fast 200.000 Autos mehr auf die Straße – obwohl auch sie von Halbleitermangel betroffen waren.

Verkaufszahlen bei Elektroautos haben sich verdoppelt

Daimler belasten die Lieferengpässe seit dem Sommer. Um trotzdem noch genügend Geld zu verdienen, verbaute der Stuttgarter Autobauer die vorhandenen Chips vor allem in lukrative Verbrenner-Modelle wie den Maybach, die G-Klasse oder in Elektroautos. Die Verkaufszahlen liegen hier auf Rekordniveau: Bei den vollelektrischen Modellen inklusive Smart und Vans lieferte Daimler knapp 100.000 Stück aus – fast doppelt so viele wie im Jahr davor.

Rekordabsatz von BMW

Die Versorgungslage bleibe unsicher und werde Produktion wie Absatz auch in den kommenden Quartalen beeinflusse, erklärte Daimler. Von 2016 bis 2020 lagen die Schwaben vorne im Premiumsegment, das von den drei deutschen Marken Mercedes, BMW und Audi dominiert wird. BMW hatte schon zu Jahresbeginn erklärt, mit einem Rekordabsatz von mehr als 2,2 Millionen Fahrzeuge ihrer Kernmarke den ersten Platz erobert zu haben.

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