Ein Tierharzt hält in einem Kuhstall eine Spritze mit dem Impfstoff "Zulvac" gegen die Blauzungenkrankheit (Foto: dpa Bildfunk, Frank Rumpenhorst (Archivbild))

Virus breitet sich aus Neue Fälle der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg

Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus. In mehreren Landwirtschaftsbetrieben im Land haben sich Rinder mit dem Virus infiziert.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums liegt der Schwerpunkt der Virusausbreitung in Südbaden. In den Kreisen Rastatt, Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach seien insgesamt 14 Betriebe betroffen, so das Ministerium am Freitag.

Ganz Baden-Württemberg ist Sperrzone

Bereits im Dezember war das Virus, das bei Rindern, Schafen und Ziegen auftritt, in einem Betrieb im Kreis Rastatt nachgewiesen worden. Rund um den Viehbetrieb wurde eine Sperrzone mit einem Radius von 150 Kilometern eingerichtet. Da die Blauzungenkrankheit inzwischen auch in Rheinland-Pfalz aufgetreten ist, umfasst die Sperrzone Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Teile Hessens und Nordrhein-Westfalens. Sie muss für mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden.

Die neuerliche Ansteckung von Kälbern und Rindern in Baden-Württemberg wurde bei Routineuntersuchungen festgestellt, die in Sperrzonen stattfinden müssen. Auch bei Blutuntersuchungen von Tieren, welche ursprünglich aus dem Sperrgebiet in nicht betroffene Bundesländer gebracht werden sollten, wurde das Virus gefunden.

Tiere müssen nicht getötet werden

Wie bei dem Fall im Dezember zeigen die Tiere keine Krankheitserscheinungen. Sie müssen nicht getötet werden. Die betroffenen Betriebe stehen unter amtlicher Beobachtung. Alle Rinder werden auf die Blauzungenkrankheit untersucht und geimpft.

Landwirtschaftsminister empfiehlt Impfung

Der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) fordert alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter dazu auf, ihre Tiere impfen zu lassen. Bei der Verfügbarkeit der Impfstoffe gebe es jedoch bereits Engpässe.

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