Danyal Bayaz (Bündnis 90Die Grünen), Finanzminister von Baden-Württemberg, während eines Interviews. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat (Archiv))

Gemeinsamer Beitrag veröffentlicht

BW-Finanzminister Bayaz schließt sich Vorschlag für Gas-Grundtarif an

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Danyal Bayaz unterstützt den Entlastungsvorschlag der "Wirtschaftsweisen" Veronika Grimm. Dieser sieht eine Subvention des Gas-Grundverbrauchs für Privathaushalte vor.

Angesichts stark steigender Gaspreise unterstützt Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) den Vorschlag der "Wirtschaftsweisen" Veronika Grimm für einen staatlich subventionierten Grundverbrauch. Es gebe Handlungsdruck, denn für Gaskunden könne es zu mehr als einer Vervierfachung der Kosten kommen, schrieben der Grünen-Politiker Bayaz und Grimm in einem gemeinsamen Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Inzwischen hat sich die Ampelkoalition in Berlin auf ein drittes Entlastungspaket geeignet. Aus der Regierung hieß es am Sonntagmorgen, es habe ein "sehr gutes Ergebnis" gegeben. Es wurde am Sonntagvormittag der Öffentlichkeit vorgestellt und hat nach Angaben der Regierungskoalition ein Gesamtvolumen von mehr als 65 Milliarden Euro.

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Grimm hatte bereits Ende August vorgeschlagen, Haushalte bis zu einem bestimmten Einkommen könnten eine bestimmte Menge - zum Beispiel 75 Prozent des Durchschnittsverbrauches - zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt bekommen.

Der von Grimm und Bayaz vorgeschlagene "Deutschlandtarif" hat dem Beitrag zufolge zwei Komponenten. Für ein Grundkontingent von etwa 75 Prozent des Durchschnittsverbrauchs zahlten Haushalte einen durch staatliche Förderung garantierten Preis in Höhe des mittelfristig erwartbaren Gaspreises, etwa 12 Cent je Kilowattstunde (kWh). Für den darüber hinausgehenden Verbrauch soll der höhere Marktpreis fällig werden. Falls ein Haushalt weniger Gas verbrauche als sein Grundkontingent, bekomme er als Belohnung eine Prämie ausgezahlt.

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SWR