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Mehr als jeder zweite Bahnhof in Baden-Württemberg müsste eigentlich saniert werden. Bahn und Politik wollen das angehen. Geld vom Land wäre da - unklar ist noch, welche Stationen davon profitieren.

Rampen, Aufzüge, Bahnsteige - mit Hilfe eines großen Finanzierungspakets von Bund, Bahn, Land und Kommunen könnte in den kommenden Jahren mehr als jeder zweite Bahnhof in Baden-Württemberg saniert werden. Im Rahmen des sogenannten Bahnmodernisierungsprogramms II sollen zwischen den Jahren 2020 und 2029 insgesamt 430 Millionen Euro in die Bauprojekte investiert werden. Dies geht aus der Kabinettsvorlage von Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hervor.

Welche Bahnhöfe werden saniert?

Noch unklar ist allerdings, wie viele Bahnhöfe am Ende tatsächlich saniert werden. Das hänge von der Beteiligung der Kommunen ab, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag. Das Programm soll nach Angaben von "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" in der nächsten Sitzung des grün-schwarzen Ministerrats am Dienstag verabschiedet werden. Einen Tag später will sich der Minister öffentlich zu einzelnen Projekten äußern. Infrage kommen demnach Sanierungen an rund 400 Stationen. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg laut Verkehrsministerium 787 Bahnhöfe.

Zweite Finanzspritze für die Bahnhöfe

Es ist bereits die zweite Finanzierungsspritze für die Bahnhöfe. Im ersten, deutlich kleineren Bahnhofsmodernisierungsprogramm waren nach 2009 bereits zahlreiche Stationen saniert und auch barrierefrei umgebaut worden. Am neuen Paket beteiligt sich das Land nach Angaben des Verkehrsministeriums von Samstag mit 150 Millionen Euro. Die Kommunen sollen insgesamt 80 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

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