Das 9 Euro Ticket für den ÖPNV ist seit dem 1.6.2022 nutzbar. Es soll für einen Aktionszeitraum von Juni bis August 2022 gelten. Das sorgt am Pfingstiwochenende für teils überlastete Züge, ein Stresstest für die Bahn. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski)

Ab Herbst soll es mehr Personal geben

Massive Bahnausfälle und Verspätungen in BW: Fahrpläne werden ausgedünnt

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Volle Züge, Verspätungen oder gar Ausfälle: Auf zahlreichen Bahnstrecken im Land geht es chaotisch zu. Nun soll bei Fahrten und bei der Mitnahme von Fahrrädern gespart werden.

Die Bahn reduziert wegen Personalausfällen den Fahrplan in Baden-Württemberg. Welche Verbindungen und Züge betroffen sind, ist noch unklar. Die Reduzierung soll laut Bahn maximal zwei Wochen dauern. Angesichts der teils massiven Störungen, Ausfälle und Verspätungen auf der Schiene appellieren Land und Verkehrsunternehmen an die Geduld der Bahnfahrenden. Gründe für die Probleme seien viele Ausfälle kranker Beschäftigter, Bauarbeiten und hitzebedingte Materialschäden, teilte das Verkehrsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Erschwerend komme hinzu, dass derzeit mehr Fahrgäste als üblich unterwegs seien.

Mehr Personal für die Bahnen

Mit Blick auf den kommenden Herbst und steigende Krankheitsfälle werde zusätzliches Personal eingesetzt, um den Betrieb stabiler zu machen. Außerdem sollen Fahrten gestrichen werden. Deshalb werde auf den Linien mit hohem Krankenstand der Fahrplan gezielt für zunächst höchstens zwei Wochen ausgedünnt.

"Dass das so nicht weitergehen kann, ist allen klar"

Reduzierte Fahrpläne sollen bald veröffentlicht werden

Auf diese Weise soll der Fahrplan laut Mitteilung "stabilisiert" und den unkontrollierten Ausfällen entgegenwirken. "Damit wird das Reisen für die Fahrgäste wieder planbarer", so Frieß. Die Liste der besonders belasteten Strecken ist lang. Deutlich betroffen sind laut Ministerium unter anderem die Bodenseegürtelbahn, die Brenzbahn und die Filstalbahn, die Gäubahn, Murrbahn, Remsbahn, Schwarzwaldbahn und die Rheintalbahn sowie die Südbahn.

Außerdem gebe es mehrere Verbindungen, die von Touristen genutzt würden und auf denen vor allem an Wochenenden möglichst keine Fahrräder mitgenommen werden sollten. Die reduzierten Fahrpläne sollen "schnellstmöglich" in den Bahnhöfen, auf den Webseiten und den Apps der Verkehrsbetriebe bekanntgegeben werden.

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