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Digitalisierung und Schulen - im Land gibt es in diesem Bereich offenbar immer noch Nachholbedarf: Baden-Württemberg liegt bei der Anbindung der Schulen an schnelles Internet bundesweit auf dem vorletzten Platz.

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Nur jede zwanzigste Schule in Baden-Württemberg hat eine sehr schnelle Internetverbindung. Das geht aus einer Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag an die Bundesregierung hervor. So eine schlechte Bilanz hat ansonsten nur Sachsen-Anhalt.

FDP-Politiker: Eisenmann hat Digitalisierung "verschlafen"

Zum Vergleich: In anderen Flächenstaaten sieht es deutlich besser aus. In Bayern etwa ist eine Breitbandverbindung an fast jeder zweiten Schule verfügbar, in Niedersachsen an etwa jeder dritten.

Jens Brandenburg, FDP-Bundestagsabgeordneter aus dem Rhein-Neckar-Kreis, wirft der baden-württembergischen Landesregierung, insbesondere Bildungsministerin Susanne Eisenmann (CDU), Untätigkeit vor: "Bildungsministerin Eisenmann hat die Digitalisierung der Schulen seit vielen Jahren verschlafen. Ich glaube, dass Baden-Württemberg jetzt endlich Tempo machen muss."

Kommunen bräuchten mehr Unterstützung

Das Fördergeld des Bundes, so Brandenburg weiter, werde bundesweit fast nirgendwo so wenig abgerufen wie in Baden-Württemberg, es sei mehr Unterstützung der Kommunen durch die Landesregierung erforderlich.

Immerhin rund 80 Prozent der Schulen in Baden-Württemberg zählen nicht mehr zu den weißen Flecken, wo es kaum Internet gibt, sondern werden inzwischen als graue Flecken eingestuft. Dort ist möglich, mehr als 30 und weniger als 1.000 Megabit pro Sekunde herunterzuladen. Brandenburg hält das für viel zu wenig. Das reiche für einen privaten Fernsehabend, aber nicht für einen zeitgemäßen Schulbetrieb.

Schulen in Baden-Württemberg Bildungsverbände fordern mehr Tempo bei Digitalisierung

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise kritisieren Bildungsverbände enorme Rückstände der Schulen in Baden-Württemberg bei der Digitalisierung. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) reagierte auf die Kritik.  mehr...

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