Windkraftanlage (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Kampf gegen den Klimawandel

Neue Expertenrunde soll BW-Landesregierung beim Klimaschutz beraten

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Ein neues Expertengremium soll die baden-württembergische Landesregierung beim Klimaschutz beraten. Das Land will bis 2040 klimaneutral werden.

Sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen Baden-Württemberg laut Staatsministerium beim geplanten Ausbau der Windkraft und im Kampf gegen den Klimawandel beraten. Das Gremium soll demnach vor allem beim Monitoring der bisherigen Klimaschutzmaßnahmen mitwirken. Ziel sei es, auch mit Hilfe der Experten und Expertinnen wichtige Schritte zu tun, um Baden-Württemberg bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu machen, hieß es.

Das Kabinett hat der Einrichtung des Gremiums am Dienstag zugestimmt. Zum sogenannten Klima-Sachverständigenrat gehören nach Angaben von Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) Maike Schmidt vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), der Physiker Martin Pehnt vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), Sven Kesselring von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Almuth Arneth vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Forstwissenschaftler Dirk Schindler vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Sabine Löbbe, Professorin für Energiewirtschaft und Energiemärkte an der Hochschule Reutlingen.

Klimaschutz in Baden-Württemberg – unterstützt und begleitet durch wissenschaftliche Expertise. Heute wurden sechs Wissenschaftler:innen in den Klima-Sachverständigenrat berufen. Er berät das Land zukünftig bei der Umsetzung der #Klimawende. Mehr dazu: https://t.co/V1PgSFGu5e https://t.co/RV01ZJIB7Y

Experten beraten - Regierung und Parlament entscheiden

"Der Rat berät, überprüft und zieht eigenständig Themen hinzu", sagte Umweltministerin Walker. Die Entscheidungen würden aber weiterhin in der Regierung und im Parlament getroffen. Dies könne einem der Wissenschaftsrat nicht abnehmen.

Bereits im Herbst hatte Baden-Württemberg eine Taskforce rund um das Thema Klimaschutz eingerichtet. Erste Vorschläge wurden vom Land inzwischen bereits umgesetzt oder zumindest stärker in den Blick genommen. Sie sollen für mehr Flächen für Windkraft- und Solaranlagen sorgen und Genehmigungsverfahren entschlacken. Laut Umweltministerin Walker sollen unter anderem Anträge, Gutachten und Stellungnahmen zu Planung und Bau von Windrädern durchweg digitalisiert werden. Zudem erhielten die Regierungspräsidien mehr Verantwortung, um den Prozess einer Genehmigung zu steuern.

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Nach der Vorgabe von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) soll die Dauer vom Einreichen der Unterlagen bis zur vollständigen Genehmigung mindestens halbiert werden. Neben dem Staatswald plant das Land auch, Landschaftsschutzgebiete für den Bau von Anlagen zu öffnen. Allerdings ist das Land bei vielen Vorhaben an den Bund gebunden.

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