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Rund 5.200 Verstöße gegen die Corona-Verordnung stellte die Polizei vergangenes Wochenende in Baden-Württemberg fest. Innenminister Thomas Strobl (CDU) findet mahnende Worte.

"Ignoranz und Verantwortungslosigkeit gegenüber unseren Mitmenschen ist eine gefährliche Mischung - und wird uns viel Zeit kosten, um wieder zur Normalität zurückzukehren", mahnt Vize-Ministerpräsident Thomas Strobl (CDU) am Montag. Zwischen Freitag und Sonntag hatte die Polizei in Baden-Württemberg insgesamt 5.200 Verstöße gegen die geltende Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie festgestellt. 2.300 Menschen sind der Polizei aufgefallen, die sich nicht an die Masken-Pflicht gehalten hatten. Knapp 1.200 Menschen hatten gegen das Verbot von Ansammlungen und privaten Veranstaltungen verstoßen.

Autoposer mit auffällig vielen Verstößen

Bei Polizei-Kontrollen in Böblingen fielen am Freitagabend bei einer Versammlung etwa 130 Menschen auf. Sie standen um 80 Autos versammelt ohne sich an die Corona-Regeln zu halten. Die Beamten sprachen 45 Platzverweise aus, wie die Polizei Ludwigsburg am Montag mitteilte. Die Ansammlung verlagerte sich anschließend zum Flugfeld in Böblingen, wo die Beamten weitere 73 Platzverweise aussprachen. Daraufhin verstärkte die Polizei am Wochenende ihre Kontrollen. Am Samstagabend wurden fast 450 Personen und kontrolliert, gegen etwa 100 Menschen wurde Anzeige wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung erstattet. Fast 300 Menschen erhielten Platzverweise.

Auch im Umkreis von Ulm zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Polizei löste Ansammlungen in mehreren Orten auf und sprach allein in und um Ulm 250 Platzverweise aus. Zudem müssen hier 93 Menschen mit Anzeigen rechnen, weil sie sich nicht an die Corona-Vorschriften gehalten haben sollen. In Reutlingen versammelten sich in der Nacht mehrere hundert Menschen, die laut Polizei offenbar aus verschiedenen Landkreisen mit ihren Fahrzeugen angereist waren. Die jungen Leute trafen sich demnach auf verschiedenen Parkplätzen. Einige sollen mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Stadt gefahren sein. Die Polizei vermutet zudem ein illegales Rennen. Sie löste das Treffen auf.

In ganz Baden-Württemberg wurden in diesem Zusammenhang von der Polizei am Wochenende laut eigener Mitteilung hunderte Platzverweise erteilt.

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Vermehrt Verstöße bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen

Allein am vergangenen Wochenende wurden 71 Versammlungen mit rund 4.800 Teilnehmenden polizeilich begleitet. Die Versammlungsverbote und Auflagen wurden dabei laut Innenministerium seitens der Polizei konsequent durchgesetzt. Die meisten Demonstrationen mit circa 3.500 Personen hatten einen Bezug zur Corona-Pandemie.

Eine für Samstag in Rastatt angemeldete Versammlung der Querdenker-Bewegung wurde durch die zuständige Versammlungsbehörde verboten, was durch das Verwaltungsgericht bestätigt wurde. Dennoch fanden sich mehrere Personengruppen in Rastatt ein.

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Seit dem Teil-Lockdown am 2. November 2020 bis einschließlich 11. April 2021 wurden damit von der Polizei rund 240.000 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt.

Die Landesregierung hat erst kürzlich die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg dem weiterhin hohen Infektionsgeschehen angepasst. Deshalb gibt es im Alltag einige Regeln, die zu beachten sind:

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