Unwetter, Dauerregen und Hochwassergefahr kommen auch auf den Südwesten zu (Foto: Colourbox)

Nach Unwettern in Baden-Württemberg Dauerregen: Fluch und Segen für die Landwirtschaft

Der starke Regen der vergangenen Tage freut die Landwirte in Baden-Württemberg. Nur für die Erdbeerernte ist er eher Fluch als Segen, heißt es am Bodensee.

Die Landwirte in Baden-Württemberg haben sich über den Regen der vergangenen Tage gefreut. "Das war dringend notwendig", sagte der Fachreferent für Produktion beim Landesbauernverband, Marco Eberle, am Mittwoch. Konstanter Regen über einen längeren Zeitraum wäre noch besser, aber man sei froh, dass es nach dem trockenen Frühjahr überhaupt geregnet hat. Auch der Präsident des Weinbauverbandes Württemberg, Hermann Hohl, freute sich für seine Branche. "Der Regen war für den Weinbau sehr wichtig." Jetzt könne man etwas beruhigter in die nächsten Monate gehen.

Erdbeere (Foto: SWR)
Im Gegensatz zu dieser Erdbeere sind viele Früchte am Bodensee verfault.

Regen lässt Erdbeeren platzen

Den Erdbeeren hat das schlechte Wetter jedoch geschadet: Deutlich mehr als die Hälfte der Erdbeeren des letzten Pflückdurchgangs sei verdorben gewesen, erklärten beispielsweise Obstbauern aus Kressbronn (Bodenseekreis) gegenüber dem SWR. Die Früchte seien durch den Regen geplatzt und verfault. Man wolle aber nicht jammern. Vielmehr sei man froh, dass es nicht gehagelt habe. Außerdem halte sich der Schaden noch in Grenzen.

Ende des Regenwetters in Sicht

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Unwetterwarnung am Mittwochmorgen auf. Mit dem starken Regen dürfte es erst einmal vorbei sein. Nach und nach werde es nun besser, sagte ein Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes. Am Donnerstag soll es niederschlagsfrei bleiben.

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