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Nachdem es Ermittlern gelungen ist, verschlüsselte Mobiltelefone von mutmaßlichen Kriminellen zu decodieren, meldet das Landeskriminalamt in Stuttgart Erfolge im Kampf gegen die Unterwelt. In Baden-Württemberg seien in den vergangenen Monaten so fast 150 Verfahren ins Rollen gebracht worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Außerdem habe die Auswertung verschlüsselter Mobiltelefone des Providers Encrochat in 72 bereits laufenden Verfahren zu neuen Erkenntnissen geführt. "Die entschlüsselten Daten ermöglichten uns tiefe Einblicke in die tatsächliche Kommunikation der organisierten Tätergruppierungen", wird LKA-Präsident Andreas Stenger in einer Mitteilung zitiert. Das habe in Baden-Württemberg bisher zu 125 Haftbefehlen geführt. Zudem hätten die Behörden 129 Kilogramm Kokain, 1,38 Kilo Heroin, etwa 855 Kilo Cannabis und etwa 80 Kilo synthetische Drogen beschlagnahmt. "Die Polizei Baden-Württemberg hat auf den Konten der mutmaßlichen Tätergruppierungen bislang Vermögenswerte von über 15 Millionen eingefroren und rund 1,9 Millionen Euro Bargeld sichergestellt", heißt es vom LKA. 45 Schusswaffen - darunter eine Maschinenpistole - seien beschlagnamt worden. Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte im April vergangenen Jahres über Europol Encrochat-Daten mit einem Bezug zu Deutschland erhalten.

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