Die Ploizei kontrolliert in Mannheim (Foto: SWR)

Scharfe Regeln in der Pandemie

In 29 Kreisen in Baden-Württemberg gelten Ausgangssperren für Ungeimpfte

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Mittlerweile gelten in 29 der 44 Stadt- und Landkreise in BW Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Die Maßnahmen sollen die Ausbreitung der Omikron-Coronavirusvariante eindämmen.

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Wer nicht geimpft oder kürzlich genesen ist, darf jetzt in vielen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg in der Nacht nicht mehr ohne triftigen Grund vor die Tür. Die Sieben-Tage-Inzidenz in den jeweiligen Gebieten hat zwei Tage nacheinander den Wert von 500 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnenden innerhalb einer Woche überschritten. Die aktuelle Corona-Verordnung sieht dann schärfere Regeln vor.

Schärfere Maßnahmen, um Covid-19 zu bremsen

Gemäß der Corona-Verordnung des Landes sind in diesem Fall in der betroffenen Region schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie nötig, bis die Zahlen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Grenzwert liegen.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten zwischen 21 und 5 Uhr für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene. Sie dürfen sich laut Landesverordnung nachts nur noch "bei Vorliegen eines triftigen Grundes" außerhalb ihrer Wohnung oder Unterkunft aufhalten. Dies sind zum Beispiel der Besuch von Ehe- oder Lebenspartnern, die medizinische Versorgung, die Ausübung eines Berufs oder eines Ehrenamts, etwa bei der Feuerwehr, oder die alleinige Ausübung von Sport im Freien.

In welchen Städten und Landkreisen gelten die Ausgangssperren?

Die Ausgangsbeschränungen für Ungeimpfte gelten in folgenden Kreisen: Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe (Stadt), Heilbronn (Stadt), Rems-Murr-Kreis, Pforzheim, Rastatt, Baden-Baden, Böblingen, Stuttgart, Esslingen, Tübingen, Reutlingen, Alb-Donau-Kreis, Ulm, Ortenaukreis, Rottweil, Zollernalbkreis, Biberach, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, Emmendingen, Freiburg im Breisgau, Breisgau-Hochschwarzwald, Ravensburg, Bodenseekreis, Konstanz, Waldshut und Lörrach.

Landesweite Inzidenz weiterhin auf hohem Niveau

Die Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist weiter rückläufig. Aktuelle Zahlen des Landesgesundheitsamts (Stand: 16 Uhr) beziffern den Wert auf 340 und damit zehn weniger als noch am Vortag. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz bleibt mit 2,9 im Vergleich zum Vortag unverändert, zur Vorwoche stieg sie um 0,2 Prozentpunkte. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich weiter auf aktuell 549,8 (+4,0 zum Vortag). 27 weitere Menschen sind in Baden-Württemberg in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (gesamt: 13.452). 6.813 Neuinfektionen wurden den Behörden landesweit gemeldet, die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle stieg im Vergleich zum Vortag um 2.119 an.

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