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Der Schatzmeister der baden-württembergischen AfD, Peter Gremminger, ist zurückgetreten. Im Vorfeld hatte es Streit um die Finanzierung und Organisation von Parteitagen gegeben.

Der bisherige Schatzmeister Gremminger ist offiziell aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Der Sprecher des AfD-Landesvorstands, Markus Frohnmaier, bestätigte entsprechende SWR-Informationen und bedankte sich für dessen Arbeit. Doch hinter den Kulissen gibt es seit langem Unstimmigkeiten. Denn die AfD hat ein Problem: Der Landesvorstand um die Vorsitzende Alice Weidel will nach gesicherten Informationen unbedingt noch in diesem Jahr einen oder mehrere Parteitage durchführen. Denn noch immer hat die AfD in Baden-Württemberg keinen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im März und einen inhaltlichen Parteitag gab es auch noch nicht.

AfD-Schatzmeister Peter Gremminger (r.) tritt zurück (Archivbild) (Foto: SWR)
AfD-Schatzmeister Peter Gremminger (r.) tritt zurück (Archivbild).

AfD fehlt offenbar Geld für große Hallen

Doch das ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein Problem: Denn laut eigener Regelungen müssten alle Mitglieder, die wollen, an einem solchen Treffen teilnehmen können. Entsprechend große Hallen kann sich die AfD aber wohl nicht leisten. Interne Vorgänge zeigen, dass es schlecht um die Finanzlage des baden-württembergischen Landesverbands steht - auch wegen Strafzahlungen nach dubiosen Parteispenden. Einen Zusammenhang des Rücktritts mit der Parteitagsplanung weist der Sprecher der baden-württembergischen AfD als "Behauptungen" zurück.

Informationen von "Report Mainz" und "Spiegel" AfD-Spendenaffäre am Bodensee: Verdacht gegen Milliardär erhärtet sich

Der Verdacht, der Duisburger Immobilienmilliardär Henning Conle könne hinter den verdeckten Parteispenden an die AfD-Politikerin Alice Weidel und ihren Kreisverband Bodenseekreis stecken, erhärtet sich. Das ergaben Recherchen von "Spiegel" und ARD-Politmagazin "Report Mainz".  mehr...

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