Eine Hausärztin zieht in ihrer Praxis eine Spritze mit Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson auf.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm)

Aufhebung der Impfpriorisierung

Betriebsärzte starten mit Impfungen in Baden-Württemberg

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Am 7. Juni ist die Impfpriorisierung gefallen. Damit ist Impfen für alle Erwachsenen möglich, auch in den Unternehmen. Die Betriebe in Baden-Württemberg sind vorbereitet.

Die meisten Betriebe in Baden-Württemberg hätten gerne mehr Impfstoff bekommen, denn die Kapazitäten zum Verimpfen sind da. Der Softwarekonzern SAP zum Beispiel stand mit neun fest angestellten Betriebsärztinnen und Betriebsärzten in den Startlöchern. Rund 6.000 Spritzen könnte der Konzern mit Sitz in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) in einer Woche verabreichen, bekommt aber nach eigenen Angaben erst einmal nur Stoff für 1.100 Beschäftigte.

Die Landesbank Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart hingegen startete mit nur 600 Impfdosen. Der Stuttgarter Bosch-Konzern will wiederum in der ersten Woche etwa 5.000 Impftermine an allen deutschen Standorten vergeben. Der Ventilatorenhersteller Ebm-Papst aus Mulfingen (Hohenlohekreis) hatte für 1.500 Beschäftigte Vakzine bestellt. Wie viel Impfstoff letztendlich konkret geliefert wird, wissen viele Unternehmen nicht.

Großbetriebe richten eigene Impfstraßen ein

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Der Präsident des Betriebsärzte-Verbandes, Wolfgang Panter, beklagte hingegen vergangene Woche, dass die Betriebe deutlich weniger Impfstoff erhalten würden. Er rechnet zunächst damit, dass pro Woche nicht mehr als 100 Impfdosen pro Betriebsmediziner ausgeliefert werden.

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