Reizgas an einer Schule in Stuttgart (Foto: 7aktuell)

Zwischenfälle in Stuttgart und Rheinstetten Reizgas: Insgesamt fast 50 Schüler verletzt

In Stuttgart und in Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) kam es am Dienstag zu Zwischenfällen an zwei Schulen. Zahlreiche Schüler mussten ärztlich versorgt werden.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Offenbar durch versprühtes Reizgas sind am Dienstag in einer Schule in Stuttgart mindestens 27 Menschen verletzt worden - rund 300 Schüler und Lehrer mussten das Gebäude verlassen. Nach Polizeiangaben hatten mehrere Schüler über Reizungen der Augen und Atemwege geklagt. Die Lehrer riefen daraufhin den Rettungsdienst. Die Polizei räumte das Schulgebäude.

Stuttgart: Vier Menschen im Krankenhaus

Wie viele Schüler unter den Verletzten sind, war zunächst unklar. Vier Menschen kamen demnach ins Krankenhaus. Die Polizei sucht nach den Tätern, die die unbekannte Substanz nach ersten Ermittlungen im Bereich des Treppenhauses versprüht haben könnten.

Reizgas auch in Rheinstetten

Auch in Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) wurden Schüler einer Realschule durch Reizgas verletzt. Mindestens 20 Schüler erlitten Verletzungen der Atemwege. Ins Krankenhaus musste aber offenbar niemand. Zwei Schüler, um die 12 Jahre alt, wurden von ihren Eltern abgeholt. Für alle anderen Schüler des Gymnasiums ging der Unterricht planmäßig weiter.

War Pfefferspray im Spiel?

Rund 76 Schüler und zwei Lehrer hatten den Angaben zufolge über Atembeschwerden und Hustenreiz geklagt, teilte die Polizei mit. Bei Eintreffen der Feuerwehr roch es demnach im Flurbereich noch etwas, es ließ sich jedoch kein Gas mehr messen. Offenbar hatte das Reizgas sich gleich verflüchtigt, sagte der Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen könnte versprühtes Pfefferspray die Verletzungen verursacht haben.

STAND