Firmengebäude des Maschinenbauers Gehring in Ostfilden. (Foto: Pressestelle, Gehring Pressestelle)

Wie spürbar ist der Abschwung? Autozulieferer Gehring auf den Fildern setzt auf E-Mobilität

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Ohne Maschinenbauer ist die E-Mobilität nicht machbar: Sie entwickeln neue Techniken. Der Mittelständler Gehring in Ostfildern bei Stuttgart ist vorne mit dabei.

In der großen Halle am Firmensitz zeigt Gehring teilweise in echt und im Video neu entwickelte Maschinen, mit denen Teile für den E-Motor hergestellt werden.

Kupferpins in einem Stator von der Firma Gehring (Foto: Pressestelle, Gehring)
Im feststehenden Teil eines Elektromotors im sogenannten Stator stecken winzige Kupferpins. Pressestelle Gehring

Führend beim Glätten von Oberflächen

Früher baute das mittelständische Unternehmen Maschinen, mit denen die Oberflächen von Zylindern in Verbrennungsmotoren bearbeitet wurden. Bei der Batterieherstellung und beim Bau eines Elektromotors aber braucht man diese Technologie nicht mehr. Deshalb waren bei Gehring neue Ideen gefragt. Und der promovierte Maschinenbauer und Betriebswirt Sebastian Schöning, der seit November 2013 Geschäftsführer bei Gehring ist, blickt stets nach vorn.

Firmen müssen schauen, was nach dem Verbrenner kommt

Die Autobranche verändert sich – Firmen wie Gehring müssen deshalb neue Konzepte und Produkte entwickeln, wenn sie auch in Zukunft noch Geschäfte machen wollen. Viele hätten das auch getan, sagt Roman Zitzelsberger von der IG Metall Baden-Württemberg. Aber nicht alle. Eine neue Studie der Gewerkschaft zeige, fast 40 Prozent der Unternehmen im Land haben noch keine Idee, was nach dem Verbrenner kommen könnte:

"(Firmen) die irgendwo Blechle stanzen für Abgasanlagen kriegen ein Problem. Da müssen wir gucken, dass sich die kleinen und mittelständischen Firmen von sich aus auf den Weg machen und begreifen, wo die Reise hingeht."

Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter IG Metall Baden-Württemberg

Bei Gehring hat man das schon getan. Die Maschinen, die von 800 Mitarbeitern an 14 Niederlassungen weltweit entwickelt werden, sind stark gefragt und schon bei den ersten Autobauern im Einsatz.

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