Wie gefährdet ist die Biene? (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thomas Warnack/dpa (Symbolbild))

Wie gefährdet ist die Biene? Dramatische Lage bei den Wildbienen

Biene ist nicht gleich Biene. Während die Wildbienen stark gefährdet sind, steht es um die Honigbienen besser. Es gibt aber Faktoren, die für alle Bienen bedrohlich sind.

In Deutschland leben rund 560 Wildbienenarten. Mehr als die Hälfte ist laut Bundesamt für Naturschutz in ihrem Bestand bedroht, Tendenz steigend.

Die Honigbiene dagegen ist ein Nutztier, um das sich der Imker kümmert. Solange es also Imker gibt, ist die Honigbiene nicht gefährdet, heißt es vom Institut für Bienenkunde im niedersächsischen Celle. Die Zahl der Imker steigt, und die der Bienenvölker auch.

Honigbienen können mit Wildbienen konkurrieren

Wenn es lokal besonders viele Honigbienen gibt, dann ist das für die Insektenvielfalt insgesamt nicht unbedingt ein Gewinn, warnen Insektenkundler vom Naturkundemuseum Stuttgart. Denn wo das Angebot an Pollen und Nektar knapp ist, könnten Honigbienen den Wildbienen Konkurrenz machen.

Honigbienen sind dabei im Vorteil: Ihre Völker sind groß, sie fliegen weit, zum Teil fährt der Imker die Stöcke sogar mit dem Laster an den gedeckten Blütentisch, und sie kommen durchaus auch mit exotischen Pflanzen klar. Wildbienen dagegen sind nicht selten sogar auf bestimmte heimische Pflanzen spezialisiert - manche Blattschneiderbienen zum Beispiel auf Weidenröschen. Einfach ausweichen können sie also nicht.

Pestizide machen allen Bienen zu schaffen

Konkurrenz aber kann es nur geben, wo insgesamt Mangel an Blühpflanzen herrscht. Pestizide und Naturzerstörung machen allen Bienen zu schaffen. Hier können Imker und Insektenkundler auch an einem Strang ziehen - im Einsatz für ein so breites Blütenangebot, dass es für Wildbienen und Honigbienen reicht.

Volksbegehren für Artenschutz

Um Bienen zu schützen, strebt die Initiative "Rettet die Bienen" in Baden-Württemberg ein Volksbegehren mit damit verbundenem Gesetzesentwurf an.

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