Warnstreik der Flugbegleiter Zehn Flüge am Flughafen Stuttgart gestrichen

Vom Warnstreik der Flugbegleiter bei der Lufthansa sind heute auch Passagiere in Baden-Württemberg betroffen. In Stuttgart fallen Flüge von und nach Frankfurt aus.

Am Stuttgarter Flughafen wurden alle zehn geplanten Verbindungen der Lufthansa von und nach Frankfurt annulliert. Inlandsflüge der Lufthansa von Stuttgart nach München finden dagegen statt. Die vier Verbindungen vom Bodensee Airport Friedrichshafen nach Frankfurt sollen ebenfalls planmäßig starten.

Seit Mitternacht streiken die Flugbegleiter der Lufthansa bundesweit. Das hat ein Sprecher der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) bestätigt. Der Warnstreik soll auch am Freitag noch andauern, bundesweit dürften insgesamt rund 180.000 Passagiere von Flugausfällen betroffen sein.

Insgesamt 1.300 Flüge gestrichen

Die Lufthansa sagte für Donnerstag und Freitag zusammen rund 1.300 Flüge von weltweit insgesamt rund 3.000 Flügen ab. An deutschen Flughäfen ist ein Großteil der Starts mit LH-Flugnummern abgesagt, darunter auch zahlreiche Interkontinentalverbindungen von den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München.

Passagiere können Tickets umbuchen

Tickets für Donnerstag und Freitag können laut Unternehmen auf einen Flug der Lufthansa Group innerhalb der nächsten zehn Tage umgebucht werden. Für innerdeutsche Verbindungen biete man auch an, sie in Bahnfahrten umzuwandeln.

Ufo geht auf Schlichtungsangebot der Lufthansa ein

Die Ufo fordert für die Flugbegleiter unter anderem eine Erhöhung der Spesen und Zulagen. Die Lufthansa lehnte Verhandlungen bisher ab, weil sie die Ufo nach internen Querelen nicht mehr als Gewerkschaft anerkannte. Am Donnerstag bot die Lufthansa der Ufo in einer schriftlichen Mitteilung allerdings Gespräche an, mit dem Ziel, eine Schlichtung zu vereinbaren.

Ufo ging am Donnerstag auf das Schlichtungsangebot der Lufthansa ein. Der laufende Streik bei der Lufthansa soll aber unverändert fortgeführt werden. Laut Ufo war eine mögliche Schlichtung schon am Mittwoch bei der Verhandlung vor dem Frankfurter Arbeitsgericht Thema gewesen, da habe die Lufthansa den Vorschlag jedoch noch abgelehnt.

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