Eherenamtliche Wahlhelfer geben nach der Auszählung der Stimmzettel ihre Schnellergebnisse per Telefon weiter (Foto: dpa Bildfunk, Wolfram Kastl)

Wahlen am 26. Mai Wahlhelfer werden ist "kein Hexenwerk"

Wer mindestens 18 Jahre alt und Deutscher oder EU-Bürger ist, kann am 26. Mai Helfer bei der Europawahl und den Kommunalwahlen werden. Es gibt aber weitere Voraussetzungen.

Als Wahlhelfer kann man sich ehrenamtlich für die Demokratie einsetzen. Dafür muss man volljährig sein und die EU-Staatsbürgerschaft haben. Darüber hinaus müssen Helfer seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde wohnen, wo sie die Wahl mit organisieren wollen, und dürfen vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen sein - aus welchen Gründen auch immer.

Wahlhelfer sorgen für einen ordentlichen Ablauf im Wahllokal

Die Stadt Mannheim hat sich in einem Appell an die Bürger gewandt, sich als Helfer zur Verfügung zu stellen. Die Tätigkeit sei "kein Hexenwerk", heißt es seitens der Stadt aufmunternd. Der Wahlvorstand besteht aus einer Gruppe von drei bis sieben Beisitzern, einem Vorsteher, dessen Stellvertreter und einem Stellvertreter für das Amt des Schriftführers. Sie alle sind zu Neutralität verpflichtet und dürfen keine Zeichen ihrer politischen Überzeugung tragen. Der Vorsteher hat das Hausrecht im Wahllokal und ist für den ordnungsgemäßen Ablauf der Abstimmung verantwortlich. Er achtet also etwa darauf, dass jeder Wähler allein in die Kabine geht. Jede Stimmabgabe wird in den Wahllisten markiert.

Angestellte der Stadt Freiburg zählen 2009 in einer Messehalle in Freiburg die Stimmzettel der Kommunalwahl aus (Foto: dpa Bildfunk, Rolf Haid)
Nach dem Wahllokal geht es an die Haupttätigkeit der Wahlhelfer: das Auszählen Rolf Haid

Auszählung bis Montagmorgen

Nach dem Dienst im Wahllokal geht die Arbeit erst richtig los: Ab 18 Uhr am Sonntagabend heißt es auszählen. Das dauert bei den Kommunalwahlen bis Montagmorgen. Findet eine Kommune keine Wahlhelfer, können Bürger zum Dienst verpflichtet werden. Ablehnen kann man nur bei dringenden beruflichen Terminen, bei Krankheit oder wenn man eine Behinderung hat.

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