Ein Mann mit schwarzen Sandalen hält ein Plakat der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative. (Foto: picture-alliance / dpa, Jens Kalaene)

Verfassungsschutz beobachtet AfD-Jugendorganisation in BW Rund 50 Mitglieder der Jungen Alternative wollen austreten

Nachdem am Freitag die Führungsriege der Jungen Alternativen der Organisation den Rücken gekehrt hat, haben nun weitere Mitglieder ihren Austritt angekündigt.

In einer gemeinsamen Austrittserklärung sprachen rund drei Dutzend Mitglieder der Jungen Alternative Baden-Württemberg (JA) über ihre eigenen Versuche, sich gegen "die immer stärker wachsende politische Verantwortungslosigkeit" zur Wehr zu setzen.

Diese seien "einem Radikalisierungsprozess zum Opfer gefallen, der insbesondere in den letzten Monaten noch einmal erheblich an Fahrt aufgenommen hat", so die enttäuschten Mitglieder.

Enge Verbindungen zur "Identitären Bewegung"

In mehreren Bezirksverbänden seien "regelrechte Parallelstrukturen mit engen Verbindungen zu der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung (ID) aufgebaut" worden, heißt es in der Erklärung weiter. Der Hälfte der JA-Mitgliedschaft gehe es nicht mehr "um eine freiheitlich-patriotische Jugendpolitik", sondern um "die Verfestigung einer in keiner Weise konstruktiven totalen Ablehnung dessen, was sie nebulös als "System" bezeichnen". Durchgesetzt werde dieser Kurs "in zunehmend sektenartigen Strukturen". Deshalb sei es sinnvoll, eine neue, der AfD verbundene Jugendorganisation zu gründen.

Der Vorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation in Baden-Württemberg, Moritz Brodbeck, hatte als Reaktion auf die Beobachtung der Jungen Alternative (JA) durch den Landesverfassungsschutz bereits am Freitag - gemeinsam mit vier weiteren Landesvorstandsmitgliedern - seinen Rücktritt angekündigt.

 

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