Beschäftigte im Einzelhandel stehen bei ihrem Streik mit roten Mützen nebeneinander (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa; Sujetbild)

Verdi ruft zu Warnstreiks auf Verkäufer im Einzelhandel in ganz Baden-Württemberg protestieren

Überall im Land müssen sich Kunden heute wohl auf längere Wartezeiten an den Kassen und weniger Beratung einstellen. Verdi hat Einzelhandelsbeschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen.

Ob in Heidelberg, Heilbronn, Mannheim, Metzingen, Pforzheim oder Ulm, ob bei Galeria Kaufhof, Ikea, Obi, Kaufland oder H&M: An den Kassen in Baden-Württemberg könnte es heute länger dauern. Überall im Land wollen Verkäuferinnen und Verkäufer für bessere Bezahlung protestieren.

Mehr als 700 Verkäuferinnen und Verkäufer kamen am Mittag zur zentralen Protestdemonstration in der Stuttgarter Innenstadt. Landesweit beteiligen sich laut Gewerkschaft rund 1.200 Beschäftigte im Einzelhandel an dem Protest. Dies sei ein starkes Zeichen an die Arbeitgeber vor der nächsten und möglicherweise entscheidenden Tarifrunde, so sagte es der Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke.

Am Mittwoch wird weiterverhandelt

Hintergrund sind die ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen für die rund 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel. Für sie fordert Verdi 6,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben 1,5 Prozent mehr Geld im ersten und eine Erhöhung um ein Prozent im zweiten Jahr geboten. Kommende Woche Mittwoch wird in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) in der dann dritten Tarif-Runde weiterverhandelt.

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