Soldat des Vereins Uniter (Foto: Focus/Instagram Uniter)

Umstrittener Verein im Visier der Behörden Zwei BW-Polizisten waren Uniter-Mitglieder

Zwei Polizisten aus Baden-Württemberg waren vorübergehend Mitglieder des möglicherweise rechtsextremen Vereins Uniter. Das Innenministerium hat das am Freitag bestätigt.

Dass die beiden Polizisten Mitglieder von Uniter waren, geht aus Antworten auf eine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Alexander Maier hervor, die das Innenministerium bestätigte. Einzelheiten über die Aktivitäten der Beamten in dem Verein wurden in der Antwort nicht erläutert. Das Innenministerium wollte sich zu Details nicht äußern. Der "Spiegel" hatte zuerst darüber berichtet.

"Wenn Mitglieder von Polizei, Bundeswehr und Geheimdienst bei einem möglicherweise rechtsextremen Netzwerk mitmischen, bereitet uns das große Sorgen", sagte Maier in Stuttgart. Es sei gut, dass das Innenministerium den Verbindungen einzelner Mitglieder des Vereins Uniter mit Landesbehörden nun auf den Grund gehe.

Auch Verfassungsschutz-Mitarbeiter bei Uniter aktiv

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass auch ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in Baden-Württemberg im Uniter-Vorstand aktiv war. Er ist nun nicht mehr bei der Behörde tätig, er wurde daraufhin versetzt.

Uniter e.V. wurde nach eigenen Angaben aus Netzwerken für Kommandoeinheiten der Bundeswehr und Polizei gegründet. Die Vereinsführung weist Verbindungen in kriminell-extremistische Strukturen zurück.

Der Verein wurde bekannt durch Ermittlungen gegen den stellvertretenden Vorsitzenden André S., der unter dem Namen "Hannibal" Chatgruppen leitete, in denen sich Mitglieder unter anderem über das Szenario eines Zusammenbruchs der politischen Ordnung in Deutschland austauschten.

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