Nahaufnahme von drei Kühen im Stall. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Andreas Gebert / dpa (Symbolbild))

Tiere mussten getötet werden Tuberkulose-Fälle bei Rindern in Vorarlberg

Auf einem Rinderbetrieb im Walgau in Vorarlberg könnten sich weitere Tiere mit dem Tuberkulose-Erreger infiziert haben. Zehn Rinder wurden bereits getötet. Auch im Kreis Ravensburg gibt es einen Verdacht auf TBC.

Nach einem ersten Tuberkulosefall bei einem Rinderbetrieb im Walgau in Vorarlberg vergangene Woche besteht nun der Verdacht, dass noch weitere Tiere des Hofs mit dem TBC-Erreger infiziert sind. Das ergaben Hauttests.

Hof im Walgau wegen Tierseuche gesperrt

Der Hof wurde vorübergehend gesperrt. Man warte derzeit noch auf die Test-Ergebnisse von acht weiteren Tieren, sagte Agrar-Landesrat Christian Gantner dem SWR. Erst danach werde entschieden, wie es mit dem Hof weitergehe. Von 44 getesteten Tieren hätten 30 positiv auf einen Schnelltest reagiert. Laut Gantner bleibt der Hof für sechs Monate gesperrt, sollte sich der Landwirt entscheiden, die Kühe zu behalten.

Ansteckende Krankheit

Die Rinder haben sich wahrscheinlich auf der Weide mit dem TBC-Erreger infiziert. Eine Infektion erfolgt meistens über die Luft als Tröpfcheninfektion. Laut Bundeslandwirtschaftsministerium wird in Deutschland das Fleisch der Rinder nach dem Schlachten auf Tuberkulose untersucht. Trotzdem komme es immer wieder vor, dass sich Rinder zum Beispiel bei infizierten Wildtieren anstecken.

TBC-Verdacht auch im Kreis Ravensburg

Auch im Landkreis Ravensburg ist derzeit ein Hof wegen TBC-Verdachts gesperrt. Zwar habe sich der Verdacht auf Rindertuberkulose bislang nicht bestätigt, es stünden aber noch Test aus, so ein Vertreter des Veterinäramtes in Ravensburg.

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