Flugzeuge stehen nachts am Flughafen Stuttgart zum Abflug bereit (Foto: dpa Bildfunk, Felix Kästle, Symbolbild)

Sicherheitspersonal legt Arbeit nieder Warnstreiks sorgen für Ausfälle an BW-Flughäfen

Die Warnstreiks des Sicherheitspersonals an mehreren deutschen Flughäfen haben auch die Flugpläne an den Airports in Baden-Württemberg durcheinandergewirbelt. Besonders betroffen: Stuttgart.

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Zwar wurde an den Flughäfen im Land am Dienstag nicht gestreikt, trotzdem wurden am Flughafen Stuttgart und am Bodensee-Airport mehrere Verbindungen gestrichen. Das teilten die Flughäfen auf ihren Internetseiten mit.

Am Flughafen Stuttgart wurden 40 Verbindungen gestrichen. Dabei handelte es sich um Maschinen, die von einem von den Streiks betroffenen Flughäfen kommen oder dorthin fliegen. 

"Wenn eine Maschine von einem innerdeutschen Flughafen aus überhaupt nicht startet und hier herkommt, fällt dieser Flug aus, weil die Maschine eben nicht da ist."

Johannes Schumm (Flughafen Stuttgart)

Der Stuttgarter Airport rief Passagiere auf, den Status ihres Flugs schon zu Hause zu überprüfen. Am Bodensee-Airport in Friedrichshafen entfielen laut Flugplan vier Starts nach und vier Ankünfte aus Frankfurt.

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden fanden vier Zusatzflüge statt. Die Charterflüge aus Stuttgart und Frankfurt starteten am Dienstag von Karlsruhe/Baden-Baden aus nach Ägypten, Madeira und Teneriffa. Der normale Tages-Flugplan am Airpark war von den Streiks aber nicht betroffen.

Die Auswirkungen müssen betroffene Fluggäste nicht klaglos hinnehmen, sagten Verbraucherschützer.

"Da der Streik von Bodenpersonal nicht höhere Gewalt ist, müssen auch hier Fluggesellschaften eine Entschädigungsleistung zahlen und vor Ort Flugpassagiere unterstützen, indem sie Essen und Trinken zur Verfügung stellen."

Oliver Buttler (Verbraucherzentrale Baden-Württemberg)

Deutschlandweit rund 220.000 Passagiere betroffen

Die Gewerkschaft Verdi hatte das Sicherheitspersonal für heute an acht deutschen Flughäfen zu Warnstreiks aufgerufen, darunter Frankfurt, München und Hamburg. Der Flughafenverband ADV rechnete damit, dass bundesweit etwa 220.000 Passagiere von den Streichungen und Verspätungen betroffen sein werden. Allein in Frankfurt wurden 570 der geplanten 1.200 Verbindungen gestrichen.

Verdi fordert für die deutschlandweit rund 23.000 Beschäftigten einen Stundenlohn von 20 Euro. Vergangene Woche war bereits in Stuttgart, Köln/Bonn und Düsseldorf gestreikt worden. Die Arbeitgeber lehnen das bislang ab, für den 23. Januar ist eine neue Tarifrunde geplant.

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