Ein Verbotsschild mit der Aufschrift "Gilt für Diesel" (Foto: picture-alliance / dpa)

Diesel-Fahrverbote in Stuttgart Wer verstößt, muss 80 Euro blechen

Ab Januar gelten in Stuttgart Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge. Jetzt hat der Verkehrsminister verraten, wie viel es kosten soll, wenn man trotz Verbots weiter mit seinem alten Diesel in die Landeshauptstadt fährt.

Wer gegen das kommende Diesel-Fahrverbot in Stuttgart verstößt, soll 80 Euro Strafe zahlen. Das hat eine Sprecherin des baden-württembergischen Verkehrsministeriums am Donnerstag dem SWR bestätigt. Zuerst hatte die "Südwest Presse" (Donnerstagsausgabe) darüber berichtet und sich auf Verkehrsminister Hermann bezogen.

Aufkleber oder Vermerk im Fahrzeugschein?

Die 80 Euro Strafe seien bereits beschlossen, so die Ministeriumssprecherin. Diese seien jedoch nicht aus der Luft gegriffen, sondern an den allgemeinen Bußgeldkatalog angelehnt und ähnlich dazu, wenn Autofahrer ohne grüne Plakette in der Umweltzone unterwegs seien.

Noch offen ist laut Ministerium, wie man die erlaubten Diesel-Fahrzeuge in der Stadt kennzeichnen wird. Daran werde gerade getüftelt, hieß es. In der Diskussion sind den Angaben zufolge zum Beispiel Aufkleber, ein Nachweis im Fahrzeugschein oder etwas, was hinter die Windschutzscheibe gelegt wird. Kontrollen sollen stichprobenartig im fließenden und stehenden Verkehr durch Polizei und das Ordnungsamt Stuttgart erfolgen.

Blaue Plakette nur durch den Bund möglich

Eine einheitliche blaue Plakette für neuere Diesel müsste der Bund einführen - der will das aber nicht. Dass damit die Kommunen und Länder im Stich gelassen würden, finde er "mehr als ärgerlich", sagte Hermann der "Südwest Presse".

Das Verbot gilt zunächst für Diesel der Abgasnorm Euro 4 und schlechter. Für Euro-5-Diesel könnte es 2020 folgen, wenn sich an der Luftqualität bis dahin nicht genug ändert.

Vom 27. August bis zum 28. September wird der Entwurf für einen neuen Luftreinhalteplan öffentlich ausgelegt. Das teilte das Regierungspräsidium Stuttgart am Donnerstag mit. In dem Papier sind die Diesel-Verbote für Euro 4 und schlechter ab 2019 festgeschrieben. Nicht im Entwurf enthalten sind Einschränkungen für Euro 5-Diesel.

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