Menschen in Fussgängerzone der Stuttgart Innenstadt (Foto: SWR)

Studie im Auftrag der Landesregierung Starker Zusammenhalt in Baden-Württemberg

Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Baden-Württemberg ist stark und stabil. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, welche die grün-schwarze Landesregierung in Auftrag gegeben hatte.

Mehr als 80 Prozent der Bürger fühlten sich dem Land, ihrem Wohnort und ihrer Religion verbunden, hob Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hervor. Dreiviertel der Menschen im Land schätzten zudem eine offene und tolerante Gesellschaft.

"Ein starker gesellschaftlicher Zusammenhalt ist die beste Schutzimpfung gegen Verunsicherung, Hass, Hetze und Angst."

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)

Für Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) ist es ein wichtiges Ergebnis, dass die Toleranz gegenüber Migranten seit 2017 nicht gesunken ist.

Frauen sehen Zusammenhalt kritischer

Rund 6 Prozent der Befragten sagten, es gebe große Probleme mit Geflüchteten in ihrer Wohngegend. Diese Personen sehen auch weniger gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch Frauen erleben laut der Studie einen schwächeren Zusammenhalt in der Gesellschaft als Männer. Fast 40 Prozent berichten von Belästigungen in ihrer Wohngegend.

Zusammenhalt soll weiter gestärkt werden

Laut Sozialminister Lucha enthalte die Studie wichtige Hinweise, wie die Gerechtigkeit im Land weiter gestärkt werden könne. Mit konkreten Projekten wolle man einen weiteren Beitrag für das bürgerschaftliche Miteinander leisten und Abwehrkräfte gegen Spaltungstendenzen stärken.

Für die Bertelsmannstudie sind 1.400 Menschen in Baden-Württemberg befragt worden. 70.000 Euro hat das Land zur Finanzierung beigesteuert.

STAND