Studie der Hans-Böckler-Stiftung Heilbronner gehören bundesweit zu den Spitzenverdienern

Baden-Württemberger haben laut einer Studie das höchste Einkommen nach Hamburg und Bayern. Auf einem bundesweiten Spitzenplatz liegt Heilbronn - aber auch andere Städte und Regionen im Land.

Das durchschnittliche verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte in Baden-Württemberg lag zuletzt bei 23.947 Euro. Mehr Geld hatten nur die Einwohner von Bayern (24.026 Euro) und im Stadtstaat Hamburg (24.421 Euro) zur Verfügung. Das geht aus einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Heilbronn auf Platz zwei der bundesweiten Spitze

Der Marktplatz von Heilbronn. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Lino Mirgeler/dpa)
Heilbronn belegt im Einkommens-Ranking einen bundesweiten Spitzenplatz. picture alliance/Lino Mirgeler/dpa

In der Stadt Heilbronn lag das durchschnittliche verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte zuletzt bei 32.366 Euro pro Jahr. Damit belegt Heilbronn Platz zwei hinter dem Landkreis Starnberg bei München und vor dem Hochtaunuskreis, der an dritter Stelle lag. Ein Grund für den Reichtum der Heilbronner dürften große Firmen im Umland wie Audi, die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland und der IT-Dienstleister Bechtle sein. Außerdem wohnen wohlhabende Unternehmer wie der Lidl-Gründer Dieter Schwarz, dessen Vermögen vom US-Magazin Forbes auf rund 21 Milliarden Euro geschätzt wird, in der relativ kleinen Stadt mit rund 125.000 Einwohnern.

Hohes Einkommen auch in Stuttgart

Unter den 15 größten Städten belegt Stuttgart mit einem verfügbaren Einkommen von 25.012 Euro Platz zwei hinter München. Bei ihrer Auswertung stützten sich die Forscher auf die jüngsten Daten der Statistischen Ämter des Bundes. Sie betreffen das Jahr 2016.

Städte und Kreise mit besonders niedrigem Einkommen sind demnach in Teilen des Ruhrgebiets, des Saarlands und von Niedersachsen sowie in Ostdeutschland zu finden. In Baden-Württemberg hingegen liegt keine Stadt unter der Marke von 20.000 Euro. Das verfügbare Einkommen im Land ist in Mannheim mit 20.592 Euro am niedrigsten.

Wo stieg das Einkommen am meisten?

In Heilbronn lag das verfügbare Einkommen fast doppelt so hoch wie beim Schlusslicht im Ranking - der Stadt Gelsenkirchen. Der Anstieg seit dem Jahr 2000 ist in Heilbronn besonders markant. Inflationsbereinigt hatten die privaten Haushalte dort 43 Prozent mehr Geld in der Tasche als zur Jahrtausendwende. Besonders stark war das Wachstum auch in Ulm, das mit einem Plus von 28,4 Prozent auf 29.641 Euro zu den reichsten Kreisen der Bundesrepublik gehört, und in Lörrach nahe der Schweizer Grenze, wo das Einkommen um 24,9 Prozent auf 25.461 Euro stieg.

Mit weniger Geld auskommen mussten die Menschen hingegen in Pforzheim. Hier sank das verfügbare Einkommen gegenüber dem Jahr 2000 um 5,4 Prozent auf 22.882 Euro. Damit liegt die Stadt im Nordschwarzwald aber immer noch über dem Bundesdurchschnitt. Auch Baden-Baden, wo die verfügbaren Einkommen um 5,3 Prozent auf 29.565 Euro zurückgingen, gehört nach wie vor zu den reicheren Regionen bundesweit.

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