Steuererklärung vor Geldscheinen und Münzen (Foto: picture-alliance / dpa)

Finanzverwaltung soll digitaler werden Neuer Steuerrekord in Baden-Württemberg

Die Baden-Württemberger zahlten im vergangenen Jahr so viele Steuern wie noch nie, dabei erledigte die Mehrheit ihre Steuererklärung digital. Bei den Finanzämtern könnte sich künftig aber einiges ändern.

Knapp 78 Milliarden Euro - so viel zahlten die Baden-Württemberger im Jahr 2017 an Steuern. Fast vier Millionen Steuererklärungen wurden von der Finanzverwaltung bearbeitet, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) in Stuttgart. Der Grund für das Steuerplus sei die Konjunktur im Land. Etwa 60 Prozent machen ihre Erklärung digital und geben sie auch online ab.

Balkendiagramm zur Steuerentwicklung von den Jahren 2013 bis 2017 in Baden-Württemberg: 2013 (63,8 Mrd. Euro), 2014 (68,5 Mrd. Euro), 2015 (71,5 Mrd. Euro), 2016 (75 Mrd. Euro), 2017 (77,8 Mrd. Euro) (Foto: SWR)
Die Steuereinnahmen wachsen stetig

Wenn es nach der Ministerin ginge, könnten das gerne mehr Menschen so handhaben. Dabei sollen auch die Finanzämter helfen, beispielsweise mit Einführungskursen. Die Steuerverwaltung soll insgesamt immer digitaler und damit papierloser werden. So scannen Mitarbeiter in einem großen Zentrum in Karlsruhe alle Steuererklärungen ein, die auf Papier eingereicht wurden.

Automatische Bearbeitung - ohne Personal

Bereits heute wird jede zehnte Steuererklärung komplett automatisch bearbeitet - ganz ohne Personal. Denn die Finanzbeamten sollen in Zukunft mehr Zeit haben, sich um die komplizierten Fälle zu kümmern, so Sitzmann. Zudem sollen Bürger ihre Steuerbescheide dieses Jahr schneller bekommen. Vergangenes Jahr mussten viele Baden-Württemberger länger auf ihre Steuerbescheide warten, weil in den Finanzämtern eine neue Software eingeführt wurde.

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