Auftakt des Staffellaufs

Staffellauf gegen Rüstungsexporte in Oberndorf gestartet 1.100 Kilometer für den Frieden

Mit einem bundesweiten Staffellauf wollen Friedensaktivisten auf schwere Menschenrechtsverletzungen hinweisen. Los ging es am Standort eines Waffenherstellers aus Baden-Württemberg.

Dauer

Rüstungsgegner haben am Montagnachmittag am Firmensitz des Waffenherstellers Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar (Kreis Rottweil) einen Staffellauf für den Frieden eröffnet. Etwa 30 bis 40 Menschen seien joggend in die erste Etappe in Richtung Berlin gestartet, sagte Max Weber von der Aktion "Frieden geht!". In die zweiten Etappe im nahegelegenen Bösingen (Kreis Rottweil) sollen ihm zufolge 70 bis 80 gehende Friedensaktivisten starten. Für die gesamte Strecke von rund 1.100 Kilometern bis Berlin haben sich nach Angaben der Veranstalter bereits rund 1.000 Menschen angemeldet. Das Ziel soll in knapp zwei Wochen am 2. Juni erreicht werden.

Menschen versammeln sich zu einer Kundgebung vor dem Waffenhersteller Heckler & Koch (Foto: SWR, Margitta Freund)
Ausgangspunkt war der Firmensitz der Rüstungsfirma Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar Margitta Freund

Gehen, Joggen und Radeln gegen Rüstungsexporte

Die Strecke in die Hauptstadt wird Weber zufolge auf verschiedene Arten zurückgelegt: gehend, joggend, als Halbmarathon, Marathon und auf dem Rad. Mit der Aktion wollen die Teilnehmer gegen Rüstungsexporte demonstrieren. Deutsche Waffen würden an kriegführende Staaten exportiert und mit ihnen in aller Welt schwere Menschenrechtsverletzungen verübt, kritisieren sie. Zu den Veranstaltern zählen Kirchen, Entwicklungsorganisationen und Friedensinitiativen.

Vielfältiges Programm in ganz Deutschland

Nach Heckler & Koch werden die Teilnehmer auf ihrem Staffellauf auch anderen Waffenproduzenten in Deutschland einen Besuch abstatten, etwa dem Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) in Kassel und Jenoptik in Jena, wo optische Bestandteile für Kriegsgeräte hergestellt werden. Zudem gehören politische Entscheidungszentren und Behörden zu den Stationen. In verschiedenen Städten wird es Kundgebungen, Vorträge, Kinoabende und Podiumsdiskussionen geben.

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