Schüler im Klassenzimmer (Foto: picture-alliance / dpa)

Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg Schüler schaffen besseren Abschluss

Eine Bilanz des Vereins für Gemeinschaftsschulen zeigt, dass schwache Schüler an Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg bessere Abschlüsse machen. Die Zahlen legte der Verein am Montag vor.

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Untersucht hat der Verein die Abschlüsse an den ersten 42 Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg, die vor sechs Jahren an den Start gingen. Dort haben rund 1.600 Schülerinnen und Schüler in diesem Sommer einen Abschluss gemacht. Für die meisten von ihnen war die Gemeinschaftsschule ein Erfolg, sagt der Verein. Rund 60 Prozent der Gemeinschaftsschüler hatten mit einer Hauptschulempfehlung begonnen, einen Hauptschulabschluss machten jedoch nur 47 Prozent. Die Zahl der Schüler mit einem Realschulabschluss stieg auf 37 Prozent an, obwohl nur 28 Prozent eine Realschulempfehlung mitgebracht hatten.

Kultusministerium: "Ergebnisse sehr erfreulich"

Das CDU-geführte Kultusministerium bezeichnete die Ergebnisse als sehr erfreulich und lobte das Engagement der Lehrkräfte an den inzwischen rund 300 Gemeinschaftsschulen des Landes. Laut Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) haben die Gemeinschaftschule einen festen Platz in der baden-württembergischen Schullandschaft gefunden. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft spricht von einem Erfolg.

Dagegen kritisiert der Philologenverband, die Zahlen seien nicht aussagekräftig. An der Befragung hätte sich nur ein Drittel der Starterschulen beteiligt.

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