Schüler demonstrieren für den Klimaschutz (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, picture alliance/Marcel Kusch/dpa)

"Fridays for Future"-Proteste Eisenmann: Bußgeld für demonstrierende Schüler ist angemessen

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Die baden-württembergische Kultusministerin Eisenmann (CDU) befürwortet die in Mannheim verhängten Bußgelder für klimastreikende Schüler. "Ziviler Ungehorsam heißt auch Konsequenzen tragen," so die Ministerin im SWR.

Das Ordnungsamt der Stadt Mannheim hatte die Bußgeldbescheide gestern an insgesamt sechs Schüler eines Gymnasiums verschickt. Sie selbst, sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), sei in die Entscheidung nicht eingebunden gewesen, halte diese aber für angemessen.

"Wir leben in einer Welt von Rechten und Pflichten"

Als Begründung führt Eisenmann an, man lebe nun mal in einer Welt von Rechten und Pflichten. Wenn die Schulpflicht verletzt werde, sei es unerheblich, ob es sich um einen guten Grund wie den Klimaschutz oder einen schlechten Grund handele. Die Ministerin vergleicht das Bußgeld mit einem anderen Vergehen: "Wiederholtes Falschparken kann eben zum Strafzettel führen, auch das gehört zum Erwachsenwerden dazu", so Eisenmann.

Seit den ersten "Fridays for Future"-Demonstrationen hätten viele Schulen das Thema Klimaschutz von der Straße in den Unterricht geholt. Wenn es trotz dieser Bemühungen der Schulen zum Schulschwänzen komme, dann sei ein Bußgeld möglich.

Aktivisten sehen sich im Recht

Ganz anders sieht das die "Fridays for Future"-Bewegung. Deren Mannheimer Vertreter sprachen von einem "nicht nachvollziehbaren" Verhalten der zuständigen Behörden. Diese hätten offenbar nicht verstanden, "dass die Klimafrage immer mehr zur Existenzfrage der jüngeren Generationen wird". Bei einer Demonstration am Freitag will die Gruppe nach eigenen Angaben Spenden sammeln, um die Bußgelder zu bezahlen.

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