SWR-Sommerinterview Rülke fordert mehr Anreize für private Immobilienunternehmer

Im ersten SWR-Sommerinterview des Jahres war am Freitag der baden-württembergische FDP-Fraktionschef Rülke zu Gast. Mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen zeigte er sich offen für eine Koalition mit CDU, SPD und Grünen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Im Sommerinterview sprach die SWR Aktuell-Moderatorin Stephanie Haiber mit Hans-Ulrich Rülke unter anderem über den Wohnungsmangel. So forderte der FDP-Fraktionsvorsitzende im baden-württembergischen Landtag mehr Anreize für private Immobilienunternehmer. Die FDP wolle das Wohnraumproblem mit privatem Kapital lösen. Man dürfe Vermietern nicht sagen, dass man sie enteignen wolle, so Rülke im SWR. Die Politik müsse deutlich machen, was sie davon haben, wenn sie ihr Geld in Wohnraum investieren.

Rülke setzt auf Wasserstofftechnologie

Die Elektromobilität hält der FDP-Fraktionschef im Landtag für eine reine Übergangstechnologie. Rülke sieht darin noch zu viele technische Probleme. Die Lithiumgewinnung und die Entsorgung der Batterien sei ein großes Problem. Deshalb brauche man Technologieoffenheit. Der Verbrennungsmotor habe auch noch sehr lange einen Platz. Die Zukunft werde die Wasserstofftechnologie sein, so Rülke im Sommerinterview.

Kritik an "Fridays for Future"

In der Klimapolitik ist die FDP gegen eine CO2-Steuer. Rülke sprach sich hingegen für einen Handel mit Zertifikaten für den Kohlendioxidausstoß aus. Gegenüber der "Fridays for Future"-Bewegung äußerte sich der FDP-Fraktionschef kritisch.

Er begrüße zwar, wenn sich Jugendliche engagieren, so Rülke. Aber FDP-Bundesparteichef Christian Lindner habe recht, wenn er sagt, man könne nicht nur umsetzen, was eine 16-jährige Schwedin möchte. Man müsse auch Arbeitsplätze und den Wohlstand erhalten und brauche eine sichere Energieversorgung. Kohlekraftwerke abschalten sei zu wenig.

Offen für Koalitionen

Im Hinblick auf die Landtagswahlen in knapp zwei Jahren zeigte sich der FDP-Fraktionschef offen für eine Koalition mit CDU, SPD und Grünen. Wichtig sei nur, dass auch FDP-Positionen umgesetzt würden, so Rülke.

STAND