Zwei Nahverkehrszüge fahren auf den Gleisen vom Stuttgarter Hauptbahnhof (Foto: dpa Bildfunk, Sebastian Gollnow)

Probleme bei Qualität und Pünktlichkeit Bahn reagiert auf Brandbrief von BW-Minister Hermann

Die Bahn hat erhebliche Probleme bei Qualität und Pünktlichkeit des Zugverkehrs eingeräumt. Sie reagierte damit auf einen Beschwerdebrief des Landesverkehrsministers Hermann.

Die Bahn würde die Erwartungen ihrer Kunden derzeit nicht erfüllen, schreiben Bahnchef Richard Lutz und Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla an Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Um die zuletzt verfehlten Ziele bei Qualität und Pünktlichkeit wieder zu erreichen, soll es in diesem Jahr bundesweit 22.000 Neueinstellungen geben. Geplant sei außerdem, die Fahrzeugflotte im Fernverkehr bis 2023 komplett zu modernisieren.

Antwort auf Brandbrief von BW-Verkehrsminister Hermann

Landesverkehrsminister Hermann hatte Ende Dezember einen Brandbrief an die Bahn geschrieben und erhebliche Missstände angeprangert. Es sei kontraproduktiv, wenn die Menschen zum Umsteigen aufgefordert werden, die Bahn aber schlechte Leistungen bringe, schrieb er.

Hermann nennt Antwort "konstruktiv"

Die Antwort wertete Hermann gegenüber dem SWR als konstruktiv, weil der Bahnvorstand die Probleme im Konzern erkannt habe.

Dauer

Landesverkehrminister fordert "breites, gesellschaftliches Bündnis"

Gleichzeitig forderte der Landesverkehrsminister "ein breites, gesellschaftliches Bündnis für eine Bahn der Zukunft, die in hohem Maße modernisiert werden muss". Sie sei auf vielen Feldern technisch im letzten und vorletzten Jahrhundert stecken geblieben. "Wenn wir wirklich wollen, dass sie gut funktioniert und dass sie mehr Passagiere, mehr Güter übernimmt, dann brauchen wir einen mindestens 20-jährigen Transformationsprozess und wir brauchen eine breite gesellschaftliche Unterstützung", so Hermann.

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