Hoher Besuch am Difäm Friedensnobelpreisträger zu Gast in Tübingen

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Dénis Mukwege hilft als Gynäkologe im Kongo Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden. Dafür hat er im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis bekommen. Am Sonntag und Montag war er zu Gast beim Deutschen Institut für Ärztliche Mission e. V. (Difäm) in Tübingen.

Appell an Deutschland

Mukwege appellierte an Deutschland, seine Verantwortung im Kongo wahrzunehmen. "Deutschland kann andere Länder dazu bewegen, etwas an der Lage im Kongo zu ändern", sagte er am Montag bei einem Empfang in Tübingen, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug.

Man solle sich nicht vom Kongo abwenden, sondern faire Bedingungen für den Coltanabbau schaffen. Deshalb forderte er, dass Coltan- und Geldströme transparent gemacht werden. Die chinesischen Firmen beraubten das Land unter furchtbaren Bedingungen und zerstörten den Regenwald.

Der 63-jährige Gynäkologe und Menschenrechtsaktivist Mukwege operiert im Ostkongo vergewaltigte und schwer verstümmelte Frauen und ist einer der führenden Spezialisten auf seinem Gebiet. Im vergangenen Jahr wurde er gemeinsam mit der Jesidin Nadia Murad, die sich für Frauenrechte einsetzt, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

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