Neuer Umwelt-Bußgeldkatalog ab Dezember Ministerium: Bis zu 250 Euro Strafe für "Kippe" wegwerfen

Ab Samstag müssen Umweltsünder in Baden-Württemberg höhere Strafen zahlen. Zu den über 800 Tatbeständen zählt auch auf die Straße geworfener Kaugummi.

Wer beispielsweise Zigarettenkippen, Obst- und Lebensmittelreste oder seinen Kaugummi auf die Straße wirft, kann mit einem Bußgeld von 50 bis 250 Euro belangt werden. Bislang waren für solche Ordnungswidrigkeiten Zahlungen in Höhe von 10 bis 25 Euro fällig, so das Umweltministerium.

800 statt 100 Euro

Das Wegwerfen oder Liegenlassen von scharfkantigen, ätzenden und schneidenden Gegenständen wie Glasflaschen oder rostigen Nägeln können die Bußgeldbehörden zukünftig mit bis zu 800 Euro (statt bisher 100 Euro) ahnden. 

Abfall liegt in einem Baustellenbereich auf dem Gehweg. (Foto: picture-alliance / dpa, Wolfram Steinberg)
Der neue Bußgeldkatalog beinhaltet höhere Strafen für unzulässige Müllentsorgung. (Archiv) Wolfram Steinberg

Das Ziel: eine landeseinheitliche Praxis

Umwelt-, Klima- und Naturschutz gehörten zu den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, so Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). "Es ist daher nur konsequent, diejenigen zu belangen, die vorsätzlich geschützte Umweltgüter gefährden oder schädigen."

Der neue Bußgeldkatalog umfasst 840 Ordnungswidrigkeiten und reicht von Boden- und Gewässerschutz bis Abfallentsorgung und Pflanzenschutz. Mit dem Katalog sollen die Behörden bei der Festlegung angemessener Bußgelder unterstützt werden. Ziel sei eine landeseinheitliche Praxis.

"Ich hoffe, dass die neuen Bestimmungen das Bewusstsein der Menschen für den Schutz unserer Umwelt erhöhen und wir zukünftig weniger solcher kleinen Sünden zu beklagen haben", teilte Minister Untersteller mit.

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