Schüler an einem Computer mit einem Lernprogramm (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Martin Schutt / dpa)

Nach dem Debakel um "Ella" Neuer Plan für Bildungsplattform in BW

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Kultusministerin Eisenmann hat einen Zeitplan für den Neustart einer digitalen Bildungsplattform vorgelegt. Eine erste Version der Plattform unter dem Namen "Ella" war gescheitert, hatte aber Millionen-Kosten verursacht.

Nach einem Jahr Stillstand gibt es jetzt einen Plan, wie es mit der Bildungsplattform für Lehrer und Schüler weitergehen soll. In drei Schritten sollen einzelne Elemente umgesetzt werden - mit Software, die es auf dem Markt schon gibt. Zuerst sollen ab Oktober zwölf Schulen einen Messengerdienst testen, um etwa Nachrichten übers Handy auszutauschen - mit hohem Sicherheitsstandard.

Messenger für alle Schulen und System für Lernprogramme

Innerhalb eines Jahres soll es einen Messenger für alle Schulen geben, außerdem Dienst-E-Mail-Adressen für alle Lehrer, ein System, auf dem Lernprogramme abgerufen werden können und ein Anmeldeportal für das alles.

Digitale Bildungsplattform bis Frühjahr 2023

Bis Frühjahr 2023 soll die gesamte Plattform stehen. 24 Millionen Euro sind dafür im Landeshaushalt vorgesehen. Das werde ausreichen, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags.

Die SPD bezweifelt das. Das Kultusministerium habe schon bei der Plattform "Ella" bewiesen, dass es mit so einem Projekt überfordert sei, meint SPD-Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei.

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