Nach dem Aus von "Ella" Neustart für eine digitale Bildungsplattform in BW

Im vergangenen Herbst hatte die Landesregierung das Aus für die Bildungsplattform "Ella" verkündet. Eine digitale Plattform soll jetzt komplett neu geplant werden.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) (Foto: dpa Bildfunk, Bernd Weissbrod)
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) Bernd Weissbrod

Das gab Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Donnerstag im Bildungsausschuss des Stuttgarter Landtags bekannt. Eisenmann hatte bereits direkt nach dem Stopp des millionenschweren Projektes mitgeteilt, es ganz neu ausschreiben zu wollen.

Noch kein Zeitplan

"Ella" war im Herbst wegen technischer Mängel gestoppt worden. Jetzt wolle man Schritt für Schritt vorgehen. Nicht mehr alles selbst entwickeln. Und Lösungen nutzen, die schon auf dem Markt sind. Man sei mit Unternehmen im Gespräch.

Ende September will das Kultusministerium dann sagen, wann es die ersten Lösungsbausteine geben kann. Konkreter sind die Planungen noch nicht. Die Opposition kritisierte das: Man habe viel Zeit verloren, sagte SPD-Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei. Auch der bildungspolitische Sprecher der FDP, Timm Kern, hatte Zweifel, ob die Bildungsplattform bis zu den nächsten Landtagswahlen stehen wird.

Eisenmann: Gibt keine "Superlösung"

Zu Kosten und Zeitplan machte Eisenmann zunächst keine Angaben. "Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit", betonte die Ministerin. Eines sei ihr nach einer Markterkundung jetzt klar: Die allumfassende "Superlösung" für eine Bildungsplattform gäbe es nirgends. Es werde geschaut, welche Firmen einzelne technische Komponenten liefern könnten, erklärte die Ministerin.

Die Projektleitung liegt nach Eisenmanns Angaben beim Kultusministerium unter Einbindung der IT-Behörde des Landes (BitBW). Der Zweckverband Iteos, der ursprünglich mit der technischen Umsetzung von "Ella" beauftragt war, streitet weiterhin mit dem Land über finanzielle Fragen.

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