Nach dem Abgasskandal Erste Daimler-Diesel können nachgerüstet werden

Nach Volvo können auch Diesel-Autos von Daimler mit zu hohen Schadstoffwerten in Deutschland nachgerüstet werden. Dafür hat das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag grünes Licht gegeben.

Bläuliche Rauchwolken stößt der Dieselmotor eines Kleinlasters aus (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)
Diesel-Fahrzeuge von Daimler können demnächst nachgerüstet werden. (Archivbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat am Dienstag auf seiner Internetseite die Betriebserlaubnis für Systeme des Bamberger Technologie-Anbieters Dr Pley SRC Technology veröffentlicht. Im August seien auch Genehmigungen für Fahrzeuge von BMW zu erwarten, so Dr Pley. Vor gut zwei Wochen war die erste Betriebserlaubnis der Nachrüstsysteme von Dr Pley für verschiedene Volvo-Modelle erteilt worden.

Euro-5-Fahrverbote sollen verhindert werden

Ziel ist es, dass nachgerüstete Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 von Fahrverboten ausgenommen werden können. Die Umrüstungen am Motor sind Teil eines Maßnahmenpakets der Regierung für bessere Luft. Nach den Vorgaben des KBA dürfen die umgerüsteten Autos im Realbetrieb noch 270 Milligramm Stickoxid je Kilometer ausstoßen, um von Fahrverboten verschont zu werden.

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Dr Pley hat nun die Genehmigungen für Autos mit einem Daimler-Dieselmotor, der in mehreren Modellen der Baujahre 2008 bis 2017 verbaut wurde. Konkret gilt sie für die C-Klasse (C220/250cdi), die E-Klasse (E220/250cdi), den GLK 220 cdi und die V-Klasse mit der Bezeichnung 220 cdi.

Daimler gibt in Schwerpunktregionen Geld dazu

Das von Dr Pley entwickelte System wird von der Bosal Retrofit Gmbh produziert und vertrieben. Deutsche Hersteller hatten sich nach langer Debatte auf Zuschüsse für Hardware-Nachrüstungen eingelassen. Sie favorisieren Software, um die Abgaswerte zu verbessern.

Daimler gibt in den sogenannten Schwerpunktregionen 3.000 Euro dazu und hat dafür eine extra Webseite eingerichtet, wo Autobesitzer prüfen können, ob sie den Zuschuss erhalten können. Vor allem in Stuttgart soll ein drohendes Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge der Euronorm 5 verhindert werden, das die Deutsche Umwelthilfe nach wie vor fordert.

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