Eine Pflegerin hilft einer älteren Dame in einem Hospiz (Foto: picture-alliance / dpa, Symbolbild)

Landesregierung stellt Aktionsplan vor Mehr Geld für Hospize und Palliativeinrichtungen in Baden-Württemberg

Es geht um ein Lebensende in Würde: Hospize und Palliativeinrichtungen betreuen immer mehr todkranke und sterbende Menschen. Die Landesregierung will diese Einrichtungen nun stärker unterstützen.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen BW

"Eine verantwortungsbewusste und aufgeklärte humane Gesellschaft muss Sterbenden und deren Angehörigen so viel Unterstützung und Geborgenheit geben wie nur möglich", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag. Gemeinsam mit Sozialmininster Manfred Lucha (Grüne) stellte er in Stuttgart einen Aktionsplan vor, der die Hospiz- und Palliativversorgung in Baden-Württemberg verbessern soll.

Die Landesregierung stellt dafür in diesem und nächsten Jahr insgesamt 1,3 Millionen Euro, das entspricht einer Vervierfachung der bisherigen Mittel. Damit sollen zum Beispiel 24 neue Hospizplätze eingerichtet werden. Jeder neue Platz wird mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Das Ziel sei es, die Zahl der stationären Hospizplätze um zehn Prozent zu erhöhen. Derzeit gibt es in Baden-Württemberg 30 stationäre Hospize mit mehr als 200 Betten.

Palliativkompetenz soll in der Ausbildung eine größere Rolle spielen

Kretschmann betonte außerdem die Bedeutung der Palliativkompetenz in den Pflegeeinrichtungen. Die Pflege Sterbender spiele in der Altenpfleger-Ausbildung bislang nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb sollen auch Fortbildungen für Pflegekräfte und ehrenamtliche Helfer bezahlt werden. Außerdem werden Mitarbeitende mobiler Hospizdienste unterstützt, wenn sie im Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart hospitieren möchten.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Förderung der rund 8.000 ehrenamtlichen Trauerbegleiter im Land. Sie erhalten für Weiterbildungskurse Zuschüsse von bis zu 700 Euro. Verbessert werden soll auch die Information über Hospize und Palliativversorgung im internet.

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