Besucher laufen bei der Eröffnung der Landesgartenschau in Lahr an überdimensionalen Blumen vorbei (Foto: picture-alliance / dpa, Patrick Seeger)

Landesgartenschauen in Baden-Württemberg Ellwangen, Rottweil und Ulm machen das Rennen

Die Landesregierung hat am Dienstag bekannt geben, welche baden-württembergischen Städte die drei Landesgartenschauen ab 2026 ausrichten dürfen. Insgesamt hatten sich 14 Kommunen beworben.

Die baden-württembergische Landesgartenschau kommt 2026 nach Ellwangen (Ostalbkreis), 2028 nach Rottweil und 2030 nach Ulm. Das hat Agrarminister Peter Hauk (CDU) bei der Landespressekonferenz am Mittag bekanntgegeben.

Bei Ellwangen habe es eine Rolle gespielt, dass die Stadt durch die Übernahme der Landeserstaufnahmestelle (LEA) enorme Belastungen trage. Mit Ellwangen als Standort für die Landesgartenschau sei auch die Erwartung verknüpft, dass die LEA-Vereinbarung mit der Stadt verlängert werde, so Hauk.  

Die Gemeinden, die eine Landesgartenschau ausrichten, bekommen einen Zuschuss vom Land in Höhe von fünf Millionen Euro, für die etwas kleiner angelegten Gartenschauen gibt es jeweils zwei Millionen Euro. Mit den Fördermitteln wird die Stadtenwicklung unterstützt. Die Grünanlagen sollen für die ausrichtenden Gemeinden einen Nachhaltigen Wert haben, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Kaum geeignete Bewerbungen aus Baden

Die kleineren Gartenschauen in den ungeraden Jahren dazwischen, die sogenannten Grünprojekte, werden 2027 in Bad Urach (Kreis Reutlingen) und 2029 in Vaihingen/Enz (Kreis Ludwigsburg) stattfinden.

Hauk begründete den württembergischen Schwerpunkt damit, dass es aus Baden kaum geeignete Bewerbungen gegeben habe. Ministerpräsident Kretschmann ergänzte, dass die alten Grenzen zwischen Württemberg und Baden ohnehin nicht mehr existierten.

Landesgartenschauen zur Stadtentwicklung

Gebäude bei einem See von oben (Foto: SWR)
Das Landesgartenschau-Gelände in Lahr aus der Vogel-Perspektive

In die aktuelle Landesgartenschau in Lahr hat die Stadt selbst den Angaben zufolge rund 58 Millionen Euro investiert. Laut Hauk sind vom Land neben der originären Gartenschauförderung von fünf Millionen Euro weitere 13 Millionen Euro für Arbeiten im Zusammenhang mit der Blumenschau bewilligt worden. Dazu zählen der Bau der Ortenau-Brücke sowie Maßnahmen zur Stadtsanierung. In Lahr werden Besuchern bis Mitte Oktober rund 4.000 Veranstaltungen geboten.

Welche Standorte den Zuschlag für die Landesgartenschau bekommen, entscheidet das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium. Dort müssen sich die Standorte auch bewerben. In ihren Bewerbungen müssen sie unter anderem erklären, welche städtebauliche und landschaftsplanerische Ziele sie in ihrer Stadt verfolgen.

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